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Taittinger – Die Poesie des Chardonnay

Das Champagnerhaus Taittinger in Reims blickt auf eine fast 300-jährige Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1734 reicht, als der Händler Jacques Fourneaux den Grundstein für das heutige Unternehmen legte. Damit zählt es zu den ältesten Häusern der Region. Den entscheidenden Wandel zum Weltkonzern leitete jedoch der Offizier Pierre Taittinger ein, der 1931 das Haus Forest-Fourneaux übernahm und ihm seinen Namen gab. Nach dem Zweiten Weltkrieg formte sein Sohn François den bis heute geprägten Stil des Hauses: Er etablierte die Chardonnay-Traube als charakteristische Rebsorte und schuf 1952 mit dem „Comtes de Champagne“ die prestigeträchtige Spitzencuvée des Hauses. Nach einem kurzen Verkauf an eine amerikanische Gruppe im Jahr 2005 kehrte das Gut 2006 in den Besitz der Familie zurück und wird heute von Pierre-Emmanuel Taittinger, seiner Tochter Vitalie und seinem Sohn Clovis in dritter Generation geführt.

Mit einer Rebfläche von 288 Hektar ist Taittinger nicht nur einer der größten, sondern auch einer der besten Produzenten der Champagne. Das Weingut verfügt über 37 verschiedene Weinberge, die sich über die prestigeträchtigen Lagen der Côte des Blancs, der Montagne de Reims und des Marne-Tals erstrecken, darunter zahlreiche Grand-Cru- und Premier-Cru-Parzellen. Seit 2005 verfolgt das Haus einen nachhaltigen Weinbau mit biologischer Bewirtschaftung und verzichtet nahezu vollständig auf Herbizide.

Die Philosophie von Taittinger ist geprägt von Eleganz, Finesse und einem hohen Anteil an Chardonnay, der den Weinen ihre unverwechselbare Leichtigkeit und mineralische Klarheit verleiht. Diese Reinheit wird durch den ausschließlichen Einsatz der ersten, schonendsten Pressung (Cuvée) garantiert. Die Reifung erfolgt in den historischen, von Mönchen im 13. Jahrhundert angelegten Kreidekellern der ehemaligen Abtei Saint-Nicaise, wo bei konstanten Temperaturen Geduld großgeschrieben wird. So reift der prestigeträchtige „Comtes de Champagne Blanc de Blancs“ über zehn Jahre auf der Hefe, bevor er als Hommage an die Grafen der Champagne und Ikone der Eleganz seinen Weg in die Welt findet.