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Max Kilburg – Ein junger Wilder erobert die Mosel

An der Mosel, in dem malerischen Ort Wintrich, vollzieht sich derzeit eine spannende Wein-Revolution. Hier, im traditionsreichen Weingut Geierslay, hat der Jungwinzer Max Kilburg die Regie übernommen und schreibt mit viel Talent und Mut zur Individualität eines der aufregendsten Kapitel der Region. Die Wurzeln seiner Familie reichen tief – erstmals urkundlich erwähnt wurde der Weinbau im Jahr 1465. Heute ist Max Kilburg der 20. Generation, die diesen geschichtsträchtigen Boden bewirtschaftet, und er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die alten Traditionen mit einem frischen, kompromisslosen Stil zu neuem Leben zu erwecken.

Nach seinem Studium in Geisenheim und Stationen in Südafrika, den USA und Australien kehrte Max mit einem klaren Ziel zu den elterlichen Weinbergen zurück: Weine zu produzieren, die das pure Terroir widerspiegeln. Die anfänglichen Generationskonflikte mit seinem Vater, der konventionell wirtschaftete, wichen schnell einer neuen, gemeinsamen Vision. Heute wird sein Stil von Kennern als „junger Wilder“ gefeiert – eine Anerkennung für seine Philosophie, die auf minimale Eingriffe, spontane Gärung und eine schonende Behandlung der Natur setzt.

Das Terroir, auf dem Max Kilburg arbeitet, ist schlichtweg atemberaubend. Er bewirtschaftet nur etwa drei Hektar eigene Weinberge, doch diese liegen in den prestigeträchtigsten Lagen der Mosel. Sein Hausberg ist der Wintricher Ohligsberg, eine VDP.Große Lage mit steilen, bis zu 80 Prozent geneigten Hängen aus blau-grauem Schiefer, die eine intensive Mineralität hervorbringen. Daneben bestellt er Parzellen im berühmten Piesporter Goldtröpfchen, einer weiteren Großen Lage, deren tiefe Devon-Schieferböden für weichere, fruchtbetontere Weine bekannt sind.

Seine Rieslinge, insbesondere die präzisen Kabinette, sind das Herzstück seines Schaffens. Sie überzeugen durch eine spannungsgeladene Frische, feine Fruchtaromen und eine tiefe Mineralität. Kritiker wie „Mosel Fine Wines“ beschreiben sie als „fest, präzise, rassig und von großer Tiefe“. Neben seinen weißen Meisterwerken kultiviert Max Kilburg auch Spätburgunder, der im Ohligsberg wächst und für 18 Monate in gebrauchten Barriques reift – ein Beweis für sein vielseitiges Können. Mit seinem unverwechselbaren Stil und der faszinierenden Verbindung von uralter Familientradition und modernem Pioniergeist hat sich Max Kilburg längst einen festen Platz unter den spannendsten Winzerpersönlichkeiten der Mosel erobert.