Bartolo Mascarello – Der letzte Traditionalist, der die Zeit anhalten wollte
Dort, wo die sanften Hügel des Piemont sich in den Nebel der Langhe hüllen und die Reben des Nebbiolo die Herzen der Kenner höherschlagen lassen, liegt ein Weingut, das wie ein Fels in der Brandung der Moderne steht. Bartolo Mascarello – ein Name, der nicht nach Kompromissen klingt, sondern nach kompromissloser Hingabe an eine Kunst, die längst zur Legende geworden ist.
Die Wurzeln dieses mythischen Gutes reichen bis ins Jahr 1918 zurück, als Giulio Mascarello die Genossenschaftskellerei verließ und sein eigenes Weingut in Barolo gründete. Mit erheblichen Opfern erwarb er kleine Parzellen in den berühmtesten Lagen der Region: Cannubi, San Lorenzo, Rué und Rocche dell‘Annunziata. In den 1960er Jahren trat sein Sohn Bartolo, ein ehemaliger Partisan und Bürgermeister von Barolo, in die Fußstapfen des Vaters – und begann eine Ära, die den Barolo für immer prägen sollte.
Bartolo Mascarello war ein Traditionalist durch und durch. Als in den 1990er Jahren die modernistische Welle mit Barriques und Einzellagen-Weinen das Piemont erfasste, weigerte er sich kategorisch, seinen Stil zu ändern. Er blieb der Assemblage seiner vier historischen Crus treu, dem Ausbau in großen slawonischen Holzfässern und der Gärung im Zementtank. Sein berühmtes, von Hand gemaltes Etikett mit der Aufschrift „No barrique, no Berlusconi“ wurde zum Manifest eines kulturellen Widerstands gegen die Vereinheitlichung des internationalen Geschmacks. Er definierte sich selbst als „Traditionalisten im Wein und Progressiven in der Politik“ – ein Mann der Widersprüche, der doch in seiner Sache so klar war wie der Nebbiolo in seinen Flaschen.
Nach Bartolos Tod im Jahr 2005 führt seine Tochter Maria Teresa das Erbe mit derselben unerschütterlichen Entschlossenheit fort. Bis heute gibt es weder Internet noch E-Mail auf dem Weingut. Auf fünf Hektar Rebfläche werden kaum 15.000 Flaschen Barolo erzeugt – jede ein kleines Kunstwerk, das die Essenz der Langhe in sich trägt. Die Trauben werden von derselben Lesemannschaft seit Jahrzehnten von Hand gelesen, die Gärung erfolgt mit natürlichen Hefen, und der Wein reift bis zu 30 Tage auf der Maische, bevor er in die großen Holzfässer wandert.
Inhalt: 0.75 Liter (793,33 €* / 1 Liter)
Inhalt: 0.75 Liter (660,00 €* / 1 Liter)
Inhalt: 0.75 Liter (660,00 €* / 1 Liter)
Inhalt: 0.75 Liter (660,00 €* / 1 Liter)
Inhalt: 0.75 Liter (660,00 €* / 1 Liter)
Inhalt: 0.75 Liter (766,67 €* / 1 Liter)
Inhalt: 0.75 Liter (633,33 €* / 1 Liter)
Inhalt: 0.75 Liter (766,67 €* / 1 Liter)