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Weingut Schloss Schönborn – 650 Jahre rheingauische Weinkultur

Das Domänenweingut Schloss Schönborn in Hattenheim im Rheingau zählt zu den ältesten und traditionsreichsten Weingütern Deutschlands. Bereits seit dem Jahr 1349 ist die Familie der Grafen von Schönborn im Besitz von Weinbergen am Rhein, was eine über 650-jährige, ununterbrochene Familientradition begründet. Das Gut wird heute in der 28. Generation von Paul Graf von Schönborn geführt.

Die Geschichte des Weinguts ist geprägt von Pioniergeist. Schon ab 1720 waren die Schönborn unter den Ersten, die ihre Weine in mundgeblasene Flaschen abfüllten. Eine Flasche des 1735er Johannisbergers aus dem Schatzkeller des Weinguts gehört zu den frühesten bekannten Flaschenfüllungen in Deutschland und setzte einst mit einem Verkaufspreis von 53.000 Deutschen Mark den Maßstab für den teuersten Wein Deutschlands.

Das Weingut verfügt über ein herausragendes Portfolio an Weinbergslagen. Der Besitz erstreckt sich auf 38 Einzellagen im Rheingau zwischen Hochheim am Main und Lorchhausen. Über 80 Prozent dieser Lagen sind für die Produktion von Ersten Gewächsen klassifiziert. Zu den bekanntesten Parzellen gehören der „Erbacher Marcobrunn“ und der „Hattenheimer Pfaffenberg“, der sich als Monopol-Lage im Alleinbesitz der Familie befindet. Die rund 40 Hektar Ertragsrebfläche sind zu etwa 95 Prozent mit der edlen Rebsorte Riesling bestockt, ergänzt durch kleine Flächen mit Burgunderreben.

Als Gründungsmitglied des im Jahr 1897 eingetragenen Verbands Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) zählt Schloss Schönborn zu den Qualitätsführern der Region. Unter neuer Leitung wurden ab 2015 erhebliche Investitionen in die Infrastruktur, die Kellertechnik und die Gebäude getätigt. Das Domänenweingut Schloss Schönborn verkörpert damit die einzigartige Verbindung von jahrhundertealter Familientradition, exzellentem Terroir und dem unermüdlichen Streben nach höchster Qualität im Rheingau.