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Billecart-Salmon – Der zarte Klang der siebten Generation

Wo die Kreidefelsen der Champagne seit Urzeiten das Licht der Sonne in ihren Poren bewahren, wo die Reben der Montagne de Reims und der Côte des Blancs im sanften Wind des Nordens rauschen, entsprang im Jahr 1818 ein Champagnerhaus, das wie kein zweites die Eleganz und Behutsamkeit dieser Landschaft in sich trägt. Es war die Hochzeit von Nicolas François Billecart und Elisabeth Salmon, die gemeinsam mit Elisabeths Bruder Louis den Grundstein für ein Haus legten, dessen Motto bis heute klingt: „Qualität bevorzugen und nach Exzellenz streben“.

Über sieben Generationen hinweg wurde dieses Versprechen gehütet wie ein kostbares Geheimnis. Heute führt Mathieu Roland-Billecart das Erbe seiner Vorfahren in die Zukunft. Das Haus bewirtschaftet rund 100 Hektar eigene Weinberge und bezieht Trauben von mehr als 40 Crus aus den edelsten Lagen der Region.

Doch was Billecart-Salmon wirklich auszeichnet, ist die Kunst der langsamen, behutsamen Veredelung. Bereits in den 1950er Jahren führte Jean Roland-Billecart eine längere Gärung bei kühleren Temperaturen ein und revolutionierte damit die Vinifikation. In den Kellern des Hauses, die sich über zwei Kilometer durch den Kalkstein von Aÿ-Champagne ziehen, reifen die Flaschen in stiller Geduld. Die Non-Vintage-Champagner lagern mindestens drei Jahre auf der Hefe – doppelt so lange wie vorgeschrieben –, die Jahrgangscuvées sogar bis zu zehn Jahre.

Die Krönung dieser Kunst sind zwei Ikonen: Der Brut Rosé, den Jean in den 1970er Jahren mit seiner blassen Farbe und der erfrischenden Note roter Beeren zum Flaggschiff des Hauses formte, und der Clos Saint-Hilaire, ein Blanc de Noirs aus einer einzigen, einen Hektar großen Parzelle, die mit Arbeitspferden bewirtschaftet wird. Jährlich werden nur 3.500 bis 7.500 einzeln nummerierte Flaschen dieses Meisterwerks gefüllt.

Im Jahr 1999 wurde der Vintage-Champagner von 1959 bei einer Blindverkostung von 150 Jahrgängen zum „Champagner des Jahrtausends“ gekürt. Billecart-Salmon ist mehr als ein Champagner – es ist der zarte Klang einer Familie, die sich der Zeit widersetzt, ein flüssiges Gedicht aus Frucht, Mineralität und der unendlichen Geduld der Kreidekeller.