Das Weingut Markgraf von Baden blickt auf eine lange, eng mit der Identität der Region verbundene Geschichte zurück. Seine Anbaugebiete erstrecken sich über zwei Standorte in Baden: die Ortenau mit Schloss Staufenberg und die Region um den Bodensee mit Schloss Salem. Die Rebfläche des gesamten Weinguts betrug zuletzt rund 100 bis 115 Hektar, wovon der größte Teil am Bodensee lag.
📜 Eine tiefe Verwurzelung mit dem Land Baden
Die Geschichte des Weinguts ist untrennbar mit der des Hauses Baden verbunden, das die Entwicklung des Weinbaus in der Region maßgeblich prägte. Meilensteine dieser Geschichte sind:
Erste Weingesetze: Bereits 1494 erließ Markgraf Christoph I. das erste Weingesetz Badens.
Geburtsstunde des Klingelbergers: Markgraf Carl Friedrich ließ 1782 auf dem Klingelberg in Durbach den Riesling erstmals reinsortig anbauen. Dieser Wein wird bis heute als "Klingelberger" bezeichnet.
Marke und Name: Das Geschlecht der Markgrafen gab dem gesamten Bundesland Baden seinen Namen, was die einzigartige Verbindung zwischen Weingut und Region unterstreicht.
Das Weingut ist zudem Mitglied im renommierten Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), dem es seit 2012 angehört.
🍇 Zwei Standorte, zwei Weinstile
Das Weingut unterhält zwei Kellereistandorte, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Böden und Lagen jeweils charakteristische Weine hervorbringen:
Schloss Salem (Bodensee): Hier werden vorwiegend elegante, frische Weißweine gekeltert. Der Fokus liegt auf der Rebsorte Müller-Thurgau, sowie Grau- und Weißburgunder, die auf den eiszeitlichen Moränenböden gedeihen.
Schloss Staufenberg (Ortenau): Dieser Standort ist für seine mineralischen Rieslinge (Klingelberger) und kräftigeren Spätburgunder bekannt, die auf Böden aus Granitverwitterung wachsen.
🌿 Eine ungewisse Zukunft: Umbruch und Neuanfang
Das Weingut befindet sich aktuell in einer tiefgreifenden Transformationsphase. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde beschlossen, den Weinbau am Bodensee drastisch zu reduzieren:
Rodung am Bodensee: Im Jahr 2024 wurde angekündigt, rund 60 Hektar Reben am Bodensee zu roden.
Neue Nutzung: Auf diesen Flächen sollen künftig Dinkel, Sonnenblumen, Weizen und Soja angebaut werden.
Einstellung der Weinlinie: Die gleichnamige Weinlinie "Markgraf von Baden" soll mit dem Jahrgang 2024 eingestellt werden.
Verbleibende Fläche: Das Weingut konzentriert sich zukünftig auf die verbleibende Rebfläche von rund 23 Hektar am Standort Schloss Staufenberg in der Ortenau, der im VDP verbleibt.
Kooperation im Supermarkt-Segment: Bereits 2017 wurde das Joint Venture "Markgräflich Badische Weinhaus" mit der Rotkäppchen-Mumm Sektkellerei gegründet, über das Weine unter den Marken "Bodensee" und "1112" vorwiegend im Lebensmitteleinzelhandel vertrieben werden.
Inhalt: 0.75 Liter (29,20 €* / 1 Liter)
Inhalt: 0.75 Liter (92,00 €* / 1 Liter)