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Produktinformationen

WongAmat by Jan Raumland – Kriegsheimer Rosengarten Spätburgunder trocken 2023: Ein stilles Meisterwerk zwischen zwei Welten

Es gibt Weine, die sind mehr als ein Getränk. Sie sind der hörbare Puls einer Region, die kompromisslose Handschrift eines Winzers und eine Zeitkapsel für einen bestimmten Moment im Weinberg. Der Kriegsheimer Rosengarten Spätburgunder trocken aus dem Jahrgang 2023, hervorgebracht von Jan Wongse Raumland unter dem Label WongAmat, ist ein solcher Wein – und zugleich ein faszinierendes Dokument einer ganz persönlichen Geschichte. Er stammt aus der Hand eines Winzers, dessen Biografie so ungewöhnlich ist wie sein Werdegang: Jan Wongse Raumland, geboren in Bonn als Sohn eines thailändischen Vaters und einer deutschen Mutter, wuchs ab seinem sechsten Lebensjahr in Siefersheim in Rheinhessen auf, umgeben von Reben, und fand über die Gastronomie und den Sommelier-Beruf zum Wein. Sein Label WongAmat ist eine Hommage an seine thailändische Familie, eine Kontraktion des Namens Wongse-Amatyakul, der in Südostasien für außergewöhnliches handwerkliches Können und soziales Engagement steht. Eine Flasche dieses Weins zu verkosten, ist keine gewöhnliche Begegnung mit einem deutschen Spätburgunder, sondern eine Reise in die stille Größe einer Lage, die zu den spannendsten Terroirs Rheinhessens zählt, und in das Schaffen eines Winzers, der die Einflüsse seiner Lehrjahre bei Emrich-Schönleber und Klaus-Peter Keller in ein eigenes, unverwechselbares Projekt übersetzt.

Die Lage: Kriegsheimer Rosengarten – ein warmes Terroir mit Rotliegendem

Um diesen Wein zu verstehen, muss man zunächst die Lage verstehen, aus der er stammt. Der Kriegsheimer Rosengarten ist eine Lage im äußersten Norden Rheinhessens, an der Grenze zur Pfalz, und wird auch unter dem Namen Monsheimer Rosengarten geführt. Die Weinberge liegen nach Süden ausgerichtet und zeichnen sich durch eine für die Region außergewöhnliche Wärme aus: Der Boden aus Rotliegendem, durchsetzt mit Kies und Eisenablagerungen, speichert die Sonnenwärme besonders effizient und heizt sich schneller auf als andere Weinberge der Umgebung. Diese karge, mineralische Geologie zwingt die Reben zu einer tiefen Verwurzelung und verleiht den Weinen ihre unverwechselbare Struktur und würzige Mineralität. Die Parzelle, aus der der WongAmat Rosengarten stammt, ist nur 0,31 Hektar groß und wurde im Jahr 2001 mit Spätburgunder bepflanzt – eine für die Region bemerkenswert kleine und junge Parzelle, die Jan Raumland jedoch mit größter Sorgfalt bewirtschaftet. Diese Konzentration auf eine mikroskopisch kleine Fläche erlaubt eine Selektion und Handarbeit, die in größeren Betrieben kaum möglich wäre.

Die Philosophie: Zwischen Intuition und Logik

Jan Wongse Raumland verfolgt mit WongAmat eine Philosophie, die sich bewusst von den Konventionen des deutschen Weinbaus löst. Er arbeitet 100 Prozent biologisch, inspiriert von Agroforstwirtschaft, regenerativer Landwirtschaft und biodynamischen Ansätzen, ohne sich jedoch einem dogmatischen Regelwerk zu unterwerfen. Sein Credo lautet: „Es gibt keine zwei gleichen Tage in der Natur, also gibt es kein Rezept.“ Die Vinifikation beschreibt er als ein Spiel zwischen Intuition und Logik, zwischen Feuer und Wasser. Diese Haltung zeigt sich bereits im Weinberg: Jan hält die Reben höher als üblich (1,1 bis 1,3 Meter), begrünt die Rebzeilen vollständig, um das Mikroklima zu kühlen und die Biodiversität zu fördern, und reduziert die Laubwand auf nur 70 Zentimeter, um den Wasserverlust durch Transpiration zu minimieren und die Reifung zu verlangsamen – ein Ansatz, der den Trauben mehr Zeit für die Aromaentwicklung und die Mineralstoffaufnahme gibt und zu extraktreicheren Weinen führt.

Die Vinifikation: Handwerk mit größter Behutsamkeit

Die Weinbereitung folgt einem ebenso präzisen wie behutsamen Protokoll. Die Trauben werden in den kühlsten Morgenstunden gelesen und streng selektiert – nur vollreife Beeren mit knackiger Frucht und Spannung finden den Weg in die Fermentation. Die Trauben werden sehr sorgfältig entrappt und bei kühler Temperatur verarbeitet, um jede unerwünschte Extraktion zu vermeiden. Nach einer zweitägigen Ruhephase werden die Beeren barfuß zerdrückt – eine Methode, die Jan als Möglichkeit beschreibt, den Fermentationsprozess zu spüren und dem Wein natürliche Energie und Körperwärme zuzuführen. Die anschließenden Schritte erfolgen durch Schwerkraft. Nach etwa zehn Tagen erfolgt die Pressung, um die Frucht zu bewahren. Der Vorlaufmost und der Pressmost werden getrennt in Edelstahltanks gefüllt und dort vollständig vergoren. Nach Abschluss der Gärung wird der Wein in Barriques umgezogen und kontinuierlich aufgefüllt. Im November des Folgejahres, also etwa 14 Monate nach der Lese, werden die Weine in Edelstahltanks verschnitten, leicht geschwefelt und im Dezember abgefüllt – eine frühe Abfüllung, die der Bewahrung der Frucht und einer kühlen Flaschenabfüllung dient. Der Alkoholgehalt liegt bei moderaten 12 Prozent – ein für einen Spätburgunder dieser Konzentration bemerkenswert maßvoller Wert, der die ausgewogene, terroirgeprägte Stilistik des Weins unterstreicht.

Das sensorische Erlebnis: Ein Mosaik aus Frucht, Würze und kühler Mineralität

Eine Flasche des WongAmat Kriegsheimer Rosengarten 2023 heute zu verkosten, ist ein Erlebnis von seltener Tiefe und Wandelbarkeit. Die Farbe zeigt sich in einem leuchtenden Rubinrot – ein visuelles Zeichen für die Konzentration und die jugendliche Vitalität des Weins. Die Nase ist das erste große Ereignis dieses Weins. Die Verkostungsnotizen zum direkten Vorgängerjahrgang 2022 – der unter ähnlichen Bedingungen entstand und daher wertvolle Hinweise auf das Profil des 2023ers gibt – beschreiben ein Bukett von intensiver, würziger und blättriger Aromatik, mit roten und dunklen Kirschen, grünen Blättern und Rosenholz, das einen fast mediterranen, aber auch alpinen Eindruck vermittelt, ohne dabei Anzeichen von Überreife zu zeigen. Diese Beschreibung deutet auf einen Wein hin, der die Wärme des Rosengartens mit einer kühlen, würzigen Frische verbindet – eine für große Spätburgunder typische Dualität. Ein anderer Bericht ergänzt Noten von reifen roten und schwarzen Früchten, dunklen Blüten, süßen Gewürzen und mineralischen Anklängen.

Am Gaumen entfaltet sich die wahre Größe dieses Weins. Der Auftakt ist seidig, frisch und elegant, mit einer lebendigen Säure, die den Wein trägt und ihm eine bemerkenswerte Frische und Länge verleiht. Die Textur ist samtig und dicht, mit feinen Tanninen, die dem Wein Struktur verleihen, ohne ihn hart oder adstringierend wirken zu lassen. Die Frucht ist konzentriert und saftig, und der Wein besitzt eine intensive, aber nie laute Präsenz. Ein Verkoster beschrieb den 2022er als „konzentrierten, festen und saftigen, sehr intensiven Spätburgunder mit feinen und strengen Tanninen und einem guten, den Gaumen reinigenden Abgang“. Der Abgang ist tief und anhaltend, mit einem Nachhall von Frucht, Würze und einer salzigen Mineralität. Die Tannine sind präsent, aber fein verwoben, und verleihen dem Wein das Rückgrat für eine mehrjährige Entwicklung.

Die Bewertungen und die Einordnung im Kontext

Die Bewertungen für die Weine von WongAmat spiegeln die wachsende Anerkennung, die Jan Wongse Raumland in der Weinwelt genießt. Der Wine Advocate vergab für den 2022er Rosengarten 92 Punkte und beschrieb ihn als „konzentrierten, festen und saftigen, sehr intensiven Spätburgunder“ mit „feinen und strengen Tanninen“ und einem „guten, den Gaumen reinigenden Abgang“. Der Wein wird als „dichter, fester und würziger gastronomischer Pinot mit exponierteren Tanninen, einer gewissen Grünheit und einem leicht trocknenden Abgang“ beschrieben – eine Charakterisierung, die seine Eignung als Speisenbegleiter unterstreicht und ihn vom verführerischeren, nahtloseren Bürgel derselben Produzenten abhebt. Die CellarTracker-Community verzeichnet für den 2023er bereits eine Bewertung von 94 Punkten aus ersten Verkostungen, und auch der 2022er wird dort mit durchschnittlich 92,2 Punkten aus 15 Notizen geführt. Diese Bandbreite an hohen Bewertungen zeigt, dass der Rosengarten von WongAmat ein Wein ist, der je nach Flasche, Lagerung und persönlichem Geschmack sehr unterschiedlich wahrgenommen werden kann, aber stets auf höchstem Niveau überzeugt.

Trinkreife und Lagerpotenzial: Ein Wein für die nächsten Jahre

Die Frage nach der Trinkreife des WongAmat Rosengarten 2023 ist heute, drei Jahre nach der Ernte, von besonderer Bedeutung. Der Wein ist noch jung und ungestüm, und die Empfehlungen der Experten zeichnen ein einhelliges Bild: Er benötigt Zeit. Die Tannine sind noch präsent, die Frucht befindet sich in einer primären, aromatischen Phase, und die Säure verleiht dem Wein eine straffe Struktur. Wer das Glück hat, eine Flasche zu besitzen, sollte sie daher geduldig lagern – bei optimalen Bedingungen (kühl, dunkel und vibrationsfrei) wird der Wein in den kommenden fünf bis zehn Jahren an Komplexität gewinnen und die mineralische Tiefe des Rotliegenden sowie die würzige Kräuterkomponente immer deutlicher hervortreten lassen. Die Empfehlung zur Servierung ist eindeutig: Der Wein sollte bei einer Temperatur von 15 bis 16 Grad Celsius serviert werden, um seine feinen Aromen und seine Struktur optimal zur Geltung zu bringen. Ein vorsichtiges Dekantieren von etwa 30 bis 45 Minuten vor dem Genuss kann helfen, die komplexen Aromen zu öffnen und die Tannine weiter zu mildern – insbesondere in seiner Jugend. Er ist ein perfekter Begleiter zu Wildgeflügel, geschmortem Rindfleisch, Lamm oder gereiftem Hartkäse – und er ist ein Wein, der es verdient, auch pur und mit Ruhe genossen zu werden, als Meditation über die Zeit und die ungebrochene Kraft eines großen Terroirs.

Fazit: Die stille Größe eines persönlichen Projekts

Der WongAmat by Jan Raumland Kriegsheimer Rosengarten Spätburgunder trocken 2023 ist kein Wein, der im Rampenlicht steht. Er ist kein Große Lage im marketinggeprägten Sinne, der in jedem Weinmagazin als Legende gefeiert wird, und er ist nur in verschwindend geringer Auflage erhältlich – eine rare Abfüllung aus einer Parzelle von nur 0,31 Hektar, die vor allem Kennern und Sammlern vorbehalten bleibt. Und doch verkörpert er eine Tugend, die in der heutigen Weinwelt oft übersehen wird: die stille, beständige Größe eines Weins, der aus einer der spannendsten Lagen Rheinhessens, der beharrlichen Handwerkskunst eines Winzers, der die Einflüsse seiner Lehrjahre bei Emrich-Schönleber und Klaus-Peter Keller in ein eigenes, unverwechselbares Projekt übersetzt, und einem Jahrgang hervorgegangen ist, der Wärme und Reife mit präziser Struktur verbindet. Er ist das Ergebnis einer glücklichen Fügung aus Rotliegendem mit Kies und Eisen, einer Parzelle, die 2001 gepflanzt wurde, und einer Vinifikation, die von barfüßiger Pressung, Schwerkraft und früher Abfüllung geprägt ist. Er erinnert uns daran, dass wahre Klasse sich nicht immer in spektakulärer Opulenz oder einem berühmten Namen ausdrückt, sondern oft in der Fähigkeit, unter den Bedingungen der Zeit eine eigene, subtile und zutiefst befriedigende Persönlichkeit zu entwickeln. In seiner Bescheidenheit liegt seine Größe – ein stiller Triumph der Beständigkeit und ein würdiger Botschafter des Kriegsheimer Rosengartens, Rheinhessens und der persönlichen Geschichte eines Winzers, der seine thailändischen und deutschen Wurzeln in eine neue, aufregende Weinsprache übersetzt.

Jahrgang Jahrgang: 2023
Farbe Farbe: rot
Erzeuger Erzeuger: WongAmat by Jan Raumland
Land Land: Deutschland
Produktart Produktart: Wein
Weinart Weinart: Rotwein
Region Region: Rheinhessen
Geschmack Geschmack: trocken
Rebsorte Rebsorte: Spätburgunder
Alkohol Alkohol: 14
Füllmenge Füllmenge: 750 ml

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Allergene: Sulfite

Abfüller: Erzeuger