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Produktinformationen

WongAmat by Jan Raumland – Dalsheimer Bürgel Spätburgunder trocken 2023: Ein stilles Meisterwerk aus der kühlsten Lage des Wonnegaus

Es gibt Weine, die sind mehr als ein Getränk. Sie sind der hörbare Puls einer Region, die kompromisslose Handschrift eines Winzers und eine Zeitkapsel für einen bestimmten Moment im Weinberg. Der Dalsheimer Bürgel Spätburgunder trocken aus dem Jahrgang 2023, hervorgebracht von Jan Wongse Raumland unter dem Label WongAmat, ist ein solcher Wein – und zugleich ein faszinierendes Dokument einer ganz persönlichen Geschichte. Er stammt aus der Hand eines Winzers, dessen Biografie so ungewöhnlich ist wie sein Werdegang: Jan Wongse Raumland, geboren in Bonn als Sohn eines thailändischen Vaters und einer deutschen Mutter, wuchs ab seinem sechsten Lebensjahr in Siefersheim in Rheinhessen auf, umgeben von Reben, und fand über die Gastronomie und den Sommelier-Beruf zum Wein. Sein Label WongAmat ist eine Hommage an seine thailändische Familie, eine Kontraktion des Namens Wongse-Amatyakul, der in Südostasien für außergewöhnliches handwerkliches Können und soziales Engagement steht. Bevor Jan im Jahr 2021 seine ersten eigenen Weine herausbrachte, arbeitete er als Sommelier, absolvierte eine Winzerlehre bei Emrich-Schönleber und sammelte prägende Erfahrungen bei Klaus Peter Keller sowie in Südafrika. Diese ungewöhnliche Biografie – die Verbindung von sommelierhafter Sensorik, handwerklicher Präzision und den Einflüssen der deutschen Spitzenwinzer – prägt seinen Stil bis heute: Seine Weine sind keine lauten Kraftprotze, sondern filigrane, präzise und tiefgründige Gewächse, die die Seele ihrer Herkunft in sich tragen.

Die Lage: Dalsheimer Bürgel – Kalk, Ton und die kühlste Parzelle des Wonnegaus

Um diesen Wein zu verstehen, muss man zunächst die Lage verstehen, aus der er stammt. Der Dalsheimer Bürgel ist keine gewöhnliche Weinbergslage. Er ist seit Jahren ein Begriff in der deutschen Weinszene, denn Familie Keller produziert hier einen Pinot, der als einer der „Benchmark-Weine“ dieser Rebsorte gilt. Der Bürgel ist geprägt durch Kalk und Ton und gilt als eine der kühlsten Lagen im Wonnegau – eine für die Region außergewöhnliche Eigenschaft, die dem Wein eine bemerkenswerte Frische und Spannung verleiht. Die Parzelle, aus der der WongAmat Bürgel stammt, liegt nach Osten exponiert und ist die kühlste Parzelle des Sektors, der ansonsten eher sonnig ist. Diese karge, mineralische Geologie zwingt die Reben zu einer tiefen Verwurzelung und verleiht den Weinen ihre unverwechselbare Struktur und würzige Mineralität. Jan Raumland bewirtschaftet diese Parzelle 100 Prozent biologisch und mit größter Sorgfalt; die Produktionsmenge ist mit vier Barriques – also etwa 1.200 Flaschen – extrem limitiert. Diese Konzentration auf eine mikroskopisch kleine Fläche erlaubt eine Selektion und Handarbeit, die in größeren Betrieben kaum möglich wäre.

Die Vinifikation: Handwerk mit größter Behutsamkeit

Die Weinbereitung folgt einem ebenso präzisen wie behutsamen Protokoll, das Jan Raumland in seinen Lehrjahren perfektioniert hat. Die Lese findet ausschließlich in den kühlen Morgenstunden statt, und Jan selektiert extrem: Nur vollreife, gesunde und knackige Beeren finden den Weg in die Fermentation. Im Keller wird bei ebenfalls kühlen Temperaturen entrappt. Eine Besonderheit des Bürgel 2023 ist der Anteil an ganzen Trauben (Stängeln) : Er liegt bei 30 Prozent – weniger als beim Schwesterwein Rosengarten, was dem Bürgel eine etwas feinere, weniger würzige Struktur verleiht. Die Gärung erfolgt spontan mit den natürlichen Hefen der Trauben und des Kellers, und der Wein reift für 14 Monate in französischen Barriques, von denen 50 Prozent neu sind. Diese behutsame, minimalinvasive Kellerarbeit ist das Markenzeichen des Hauses und der Schlüssel zur außergewöhnlichen Balance und Langlebigkeit seiner Weine. Der Alkoholgehalt liegt bei moderaten 11,5 Prozent – ein für einen Spätburgunder dieser Konzentration bemerkenswert maßvoller Wert, der die ausgewogene, terroirgeprägte Stilistik des Weins unterstreicht.

Das sensorische Erlebnis: Ein Mosaik aus zarter Frucht, seidiger Textur und kühler Mineralität

Eine Flasche des WongAmat Dalsheimer Bürgel 2023 heute zu verkosten, ist ein Erlebnis von seltener Tiefe und Wandelbarkeit. Die Verkostungsnotizen, die seit der Abfüllung von Sammlern und Kritikern zusammengetragen wurden, zeichnen das Bild eines Weins, der die Extreme seines Jahrgangs und seines Terroirs in eine bemerkenswerte Harmonie verwandelt hat.

Die Farbe ist ein erstes Zeugnis seiner Konzentration und seiner jugendlichen Vitalität: Der Wein zeigt sich in einem hellen, kaum ins Ziegelrote übergehenden Rot – eine Farbe, die an große Burgunder erinnert und auf eine schonende Extraktion hindeutet. Die Nase ist das erste große Ereignis dieses Weins. Ein erfahrener Verkoster beschrieb sie als „fruchtig nach zerdrückter Erdbeere, Rose“, unterlegt von einer „bereits gut integrierten Note des Ausbaus“ und einer „rauchigen, fleischigen Note“ , die dem Bukett eine zusätzliche Dimension der Komplexität verleiht. Diese Mischung aus zarter roter Frucht, floralen Akzenten und einer dezenten, würzigen Rauchigkeit ist das Markenzeichen des Bürgel – und in den Händen von Jan Raumland wird sie zu einem Bukett von großer Klarheit und Tiefe. Mit etwas Luft im Glas treten Noten von Sauerkirsche und Hagebutte hervor, die dem Duft eine belebende Frische verleihen.

Am Gaumen entfaltet sich die wahre Größe dieses Weins. Der Auftakt ist seidig, frisch und elegant, mit einer lebendigen Säure, die den Wein trägt und ihm eine bemerkenswerte Frische und Länge verleiht. Die Textur ist samtig und von schöner Runde und Fülle („plutôt en largeur et rondeur, beau volume“), mit einer anfänglichen milchigen Note („touche lactée“), die sich in eine Aromatik von eingemachten roten Früchten und floralen Noten entfaltet, ohne dabei an Schwere oder Frische zu verlieren. Diese Kombination aus perfekt-samtigem Tannin, runder Textur und mineralischer Tiefe verleiht dem Wein eine „große Gaumenfreude“ („déjà un gros plaisir en l'état“), die ihn schon in seiner Jugend zu einem Erlebnis macht. Die Aromen der Nase wiederholen sich am Gaumen mit großer Präzision: zarte Erdbeere, Rose, Sauerkirsche und eine feine mineralische Salzigkeit verschmelzen zu einem harmonischen Ganzen. Der Abgang ist lang und nachhaltig, mit einem sauberen Nachhall von Frucht, floralen Noten und einer subtilen mineralischen Note. Ein Verkoster brachte es auf den Punkt: Der Bürgel erinnere durch seine reife, sonnige Art an einen Pinot aus Sonoma oder einen Njord, bleibe dabei aber auf einem moderaten Alkoholgehalt von 13 Prozent (laut Verkostungsnotiz; andere Quellen nennen 11,5 Prozent) und einem feinen Gleichgewicht .

Die Bewertungen und die Einordnung im Kontext

Die Bewertungen für den WongAmat Dalsheimer Bürgel 2023 spiegeln die wachsende Anerkennung, die Jan Wongse Raumland in der Weinwelt genießt. Die CellarTracker-Community, in der Sammler ihre Verkostungsnotizen teilen, verzeichnet für den 2023er eine Bewertung von 94,3 Punkten aus vier Notizen – eine herausragende Bewertung für einen jungen Wein aus einer Mikro-Produktion. Die Plattform Vivino zeigt eine durchschnittliche Bewertung von 4,3 von 5 Sternen aus 11 Bewertungen, was die breite Zustimmung unter Weinkennern unterstreicht. Der Wein wird als „konzentriert, fest und saftig, sehr intensiv“ beschrieben, mit „feinen und strengen Tanninen“ und einem „guten, den Gaumen reinigenden Abgang“ – eine Charakterisierung, die seine Eignung als Speisenbegleiter unterstreicht. Diese Bandbreite an hohen Bewertungen zeigt, dass der Bürgel von WongAmat ein Wein ist, der je nach Flasche, Lagerung und persönlichem Geschmack sehr unterschiedlich wahrgenommen werden kann, aber stets auf höchstem Niveau überzeugt.

Trinkreife und Lagerpotenzial: Ein Wein für die nächsten Jahre

Die Frage nach der Trinkreife des WongAmat Bürgel 2023 ist heute, drei Jahre nach der Ernte, von besonderer Bedeutung. Der Wein ist bereits zugänglich und ein großer Genuss – die samtige Textur und die runde Fülle machen ihn schon jetzt zu einem Erlebnis. Doch die Struktur – die Kombination aus lebendiger Säure, feinen Tanninen und mineralischer Tiefe – lässt erwarten, dass der Wein noch einige Jahre auf hohem Niveau genießen werden kann. Ein Verkoster merkte an, dass der Wein „auch altern kann“ („peut aussi vieillir“) und „etwas im Voraus geöffnet werden sollte“ („à ouvrir un peu à l'avance“) . Wer das Glück hat, eine Flasche zu besitzen, sollte sie daher in den kommenden fünf bis zehn Jahren öffnen, um sie in ihrer aktuellen, komplexen Pracht zu erleben – oder sie noch einige Jahre geduldig lagern, um die mineralische Tiefe des Kalksteins und die florale Komplexität noch deutlicher hervortreten zu lassen. Die Empfehlung zur Servierung ist eindeutig: Der Wein sollte bei einer Temperatur von 15 bis 16 Grad Celsius serviert werden, um seine feinen Aromen und seine Struktur optimal zur Geltung zu bringen. Ein vorsichtiges Dekantieren von etwa 30 bis 45 Minuten vor dem Genuss kann helfen, die komplexen Aromen zu öffnen und die Tannine weiter zu mildern. Er ist ein perfekter Begleiter zu Wildgeflügel, geschmortem Rindfleisch, Lamm oder gereiftem Hartkäse – und er ist ein Wein, der es verdient, auch pur und mit Ruhe genossen zu werden, als Meditation über die Zeit und die ungebrochene Kraft eines großen Terroirs.

Fazit: Die stille Größe eines persönlichen Projekts

Der WongAmat by Jan Raumland Dalsheimer Bürgel Spätburgunder trocken 2023 ist kein Wein, der im Rampenlicht steht. Er ist kein Große Lage im marketinggeprägten Sinne, der in jedem Weinmagazin als Legende gefeiert wird, und er ist nur in verschwindend geringer Auflage erhältlich – eine rare Abfüllung aus einer Parzelle, die nur vier Barriques füllt und vor allem Kennern und Sammlern vorbehalten bleibt. Und doch verkörpert er eine Tugend, die in der heutigen Weinwelt oft übersehen wird: die stille, beständige Größe eines Weins, der aus einer der kühlsten und spannendsten Lagen des Wonnegaus, der beharrlichen Handwerkskunst eines Winzers, der die Einflüsse seiner Lehrjahre bei Emrich-Schönleber und Klaus-Peter Keller in ein eigenes, unverwechselbares Projekt übersetzt, und einem Jahrgang hervorgegangen ist, der Wärme und Reife mit präziser Struktur verbindet. Er ist das Ergebnis einer glücklichen Fügung aus kalk- und tonhaltigen Böden, einer Ost-exponierten Parzelle und einer Vinifikation, die von 30 Prozent ganzen Trauben, 50 Prozent neuem Barrique und 14 Monaten Reifung geprägt ist. Er erinnert uns daran, dass wahre Klasse sich nicht immer in spektakulärer Opulenz oder einem berühmten Namen ausdrückt, sondern oft in der Fähigkeit, unter den Bedingungen der Zeit eine eigene, subtile und zutiefst befriedigende Persönlichkeit zu entwickeln. In seiner Bescheidenheit liegt seine Größe – ein stiller Triumph der Beständigkeit und ein würdiger Botschafter des Dalsheimer Bürgels, Rheinhessens und der persönlichen Geschichte eines Winzers, der seine thailändischen und deutschen Wurzeln in eine neue, aufregende Weinsprache übersetzt.

Jahrgang Jahrgang: 2023
Farbe Farbe: rot
Erzeuger Erzeuger: WongAmat by Jan Raumland
Land Land: Deutschland
Produktart Produktart: Wein
Weinart Weinart: Rotwein
Region Region: Rheinhessen
Geschmack Geschmack: trocken
Rebsorte Rebsorte: Spätburgunder
Alkohol Alkohol: 14
Füllmenge Füllmenge: 750 ml

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Allergene: Sulfite

Abfüller: Erzeuger