Weingut Keller - Mölsheim Zellerweg Am Schwarzen Herrgott Spätburgunder GG Grosses Gewächs trocken 2022
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Produktinformationen
Weingut Keller – Mölsheimer Zellerweg am Schwarzen Herrgott Spätburgunder GG trocken 2022: Die stille Präzision einer wiederentdeckten Burgunder-Lage
Es gibt Weine, die sind mehr als ein Getränk. Sie sind der hörbare Puls einer Region, die kompromisslose Handschrift eines Winzers und eine Zeitkapsel für einen bestimmten Moment im Weinberg. Der Mölsheimer Zellerweg am Schwarzen Herrgott Spätburgunder aus dem Jahrgang 2022, hervorgebracht vom Weingut Keller in Flörsheim-Dalsheim, ist ein solcher Wein. Er stammt aus der Hand eines Winzers, den die Weinwelt längst zum „Kabi King“ gekrönt hat und der mit seinen trockenen Rieslingen und Spätburgundern Maßstäbe setzt, die weltweit ihresgleichen suchen. Die Lage Zellerweg am Schwarzen Herrgott ist dabei eine der spannendsten und zugleich unbekanntesten Burgunder-Lagen Rheinhessens – ein Terroir, das erst durch die beharrliche Arbeit der Familie Keller aus seinem Dornröschenschlaf geweckt wurde. Eine Flasche dieses Weins zu verkosten, ist keine gewöhnliche Begegnung mit einem deutschen Spätburgunder, sondern eine Reise in die stille Größe einer Lage, die das Zeug zur Legende hat, und in einen Jahrgang, der von den ersten Verkostern als einer der vielversprechendsten der jüngeren Vergangenheit beschrieben wird.
Der Zellerweg am Schwarzen Herrgott: Eine wiederentdeckte Burgunder-Lage
Um diesen Wein zu verstehen, muss man zunächst die Lage verstehen, aus der er stammt. Der Mölsheimer Zellerweg am Schwarzen Herrgott ist eine VDP.Große Lage, die sich im äußersten Norden Rheinhessens, an der Grenze zur Pfalz, befindet. Die Weinberge liegen auf einer Hochebene mit einer Neigung von etwa 10 bis 15 Prozent und ruhen auf einem Boden aus Kalkstein über blauem Ton, durchzogen von Eisenadern. Diese geologische Zusammensetzung ist der Schlüssel zur Struktur und Langlebigkeit der Weine: Der Kalkstein sorgt für eine hervorragende Drainage und verleiht dem Wein eine unverwechselbare mineralische Frische, während der blaue Ton die Wasserversorgung der Reben in trockenen Sommern sichert und für Fülle und Körper sorgt. Die Eisenadern verleihen dem Boden eine rötliche Färbung und tragen zur würzigen, fast blutigen Komplexität bei, die große Spätburgunder aus dieser Lage auszeichnet.
Die Besonderheit dieser Lage liegt in ihrer kühlen, späten Reife. Wie der Weinkritiker Jancis Robinson in einer Verkostungsnotiz festhielt, reift der Zellerweg etwa zwei Wochen später als der Frauenberg und ist „kühler als der Morstein“. Diese späte Reife bedeutet, dass die Trauben mehr Zeit haben, ihre Aromen zu entwickeln, während die kühlen Nächte im Herbst die natürliche Säure bewahren – die ideale Grundlage für einen Spätburgunder von großer Finesse und Spannung. Die Weinberge sind mit 25 Jahre alten Reben bestockt (nicht die hochdichte Parzelle, die die Familie Keller später angelegt hat), und die Trauben werden von Hand gelesen und streng selektiert. Die Weinbereitung folgt den überlieferten Methoden des Hauses: 100 Prozent ganze Trauben (Stängel) in diesem Jahrgang, Korbpresse und Ausbau in älteren französischen Eichenfässern. Diese behutsame, minimalinvasive Kellerarbeit ist das Markenzeichen des Hauses und der Schlüssel zur außergewöhnlichen Balance und Langlebigkeit seiner Weine.
Der Jahrgang 2022: Wärme, Reife und präzise Struktur
Das Weinjahr 2022 war in Rheinhessen von warmen, sonnigen Bedingungen geprägt, die eine gesunde Fruchtentwicklung und ein fokussiertes, energetisches Profil ermöglichten. Die Lese begann früh, und die Trauben erreichten eine für die Region außergewöhnliche Reife, ohne dabei ihre Säure zu verlieren – eine Kombination, die diesen Wein zu einem Kandidaten für frühen Genuss und mittelfristige Reifung macht. Die warmen Bedingungen des Jahres 2022 führten zu Weinen mit reifer Frucht, samtiger Textur und einer zugänglichen Struktur, die bereits in ihrer Jugend große Trinkfreude bereiten, aber auch das Potenzial für eine mehrjährige Entwicklung besitzen. Ein Verkoster beschrieb den Jahrgang 2022 als einen, der „große Tiefe, Präzision und feine Burgunderstilistik mit außergewöhnlichem Reifepotenzial“ verbindet. Der Wein-Jahrgang 2022 wird in Rheinhessen als einer der stärksten der jüngeren Vergangenheit angesehen, und der Zellerweg am Schwarzen Herrgott ist einer der profiliertesten Vertreter dieser Qualität.
Das sensorische Erlebnis: Dunkle Frucht, ätherische Intensität und kalkige Tannine
Eine Flasche des Zellerweg am Schwarzen Herrgott 2022 heute zu verkosten, ist ein Erlebnis von seltener Tiefe und Wandelbarkeit. Die Farbe ist ein erstes Zeugnis seiner Konzentration: Der Wein zeigt sich in einem mittleren Karminrot – eine Farbe, die auf Extrakt und Dichte hindeutet, ohne dabei undurchsichtig zu wirken. Die Nase ist das erste große Ereignis dieses Weins. Sie ist intensiv, aber ätherisch statt konzentriert, wie Jancis Robinson treffend formulierte. Aromen von reifen roten und schwarzen Kirschen, Himbeeren und Brombeeren dominieren den Auftakt, unterlegt von einer ausgeprägten Rosenblüte und einer würzigen, pfeffrigen Komponente, die von den 100 Prozent Stängeln herrührt. Mit etwas Luft im Glas treten Noten von wilden Erdbeeren, einem Hauch von Rauch und einer feinen reduktiven Note hervor, die dem Bukett eine zusätzliche Dimension der Komplexität verleihen. Die für den Zellerweg so typische kalkige Mineralität schimmert als kühler, steiniger Unterton durch und verankert den Wein in seinem Terroir.
Am Gaumen entfaltet sich die wahre Größe dieses Weins. Der Auftakt ist kraftvoll und dicht, mit einem großen Körper und einer Fülle von dunklen Fruchtaromen, die den Gaumen umhüllen. Die Textur ist seidig und samtig, und doch durchzieht den Wein eine lebendige, belebende Säure, die ihn vor jeglicher Schwere bewahrt und ihm eine bemerkenswerte Frische und Länge verleiht. Die Tannine sind von einer außergewöhnlichen Feinheit und Präzision – Jancis Robinson beschreibt sie als „kreidig fein, aber mit etwas mehr Widerstand und Biss als im Frauenberg, und dennoch äußerst raffiniert“. Diese Kombination aus perfekt-samtigem Tannin, langer Struktur und mineralischer Tiefe verleiht dem Wein eine „echte Intensität“, die jedoch „ätherisch statt konzentriert“ wirkt. Die Aromen der Nase wiederholen sich am Gaumen mit großer Präzision: dunkle Früchte, Rosenblüten, Pfeffer und eine feine mineralische Salzigkeit verschmelzen zu einem harmonischen Ganzen. Der Abgang ist außergewöhnlich lang und energetisch-pfeffrig, mit einem sauberen Nachhall von Frucht, Tannin und einer subtilen mineralischen Note.
Die Bewertungen: Ein Chor der Anerkennung
Die Bewertungen für den Zellerweg am Schwarzen Herrgott 2022 spiegeln seine außergewöhnliche Qualität und seine Fähigkeit wider, selbst erfahrene Kritiker zu überzeugen. Jancis Robinson MW vergab 17++ von 20 Punkten und beschrieb den Wein als „eine Schönheit im Werden“, die jedoch „im Moment etwas weniger im Einklang mit sich selbst als die anderen Rotweine“ sei. Robert Parker vergab 95 Punkte – eine herausragende Bewertung, die die außergewöhnliche Konzentration und Tiefe des Weins unterstreicht. Die CellarTracker-Community, in der Sammler ihre Verkostungsnotizen teilen, verzeichnet für diesen Wein eine Bewertung von 93+ Punkten und beschreibt ihn als einen Wein mit „reifer roter und schwarzer Kirsche, Himbeere und Brombeere“, einer „dichten Fruchtpülpe“ und „starken, aber seidigen Tanninen“ sowie einem „langen Abgang“. Diese Bandbreite an hohen Bewertungen zeigt, dass der Zellerweg am Schwarzen Herrgott 2022 ein Wein ist, der je nach Flasche, Lagerung und persönlichem Geschmack sehr unterschiedlich wahrgenommen werden kann, aber stets auf höchstem Niveau überzeugt.
Trinkreife und Lagerpotenzial: Ein Wein für die nächsten Jahrzehnte
Die Frage nach der Trinkreife des Zellerweg am Schwarzen Herrgott 2022 ist heute, vier Jahre nach der Ernte, von besonderer Bedeutung. Der Wein ist noch jung und ungestüm, und die Empfehlungen der Experten zeichnen ein einhelliges Bild: Er benötigt Zeit. Jancis Robinson merkte an, dass der Wein „kürzlich abgefüllt und daher etwas verschlossen“ sei. Wer das Glück hat, eine Flasche zu besitzen, sollte sie daher geduldig lagern – bei optimalen Bedingungen (kühl, dunkel und vibrationsfrei) wird der Wein in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren an Komplexität gewinnen und die mineralische Tiefe des Kalksteins sowie die würzige Pfeffrigkeit der Stängel immer deutlicher hervortreten lassen. Die Empfehlung zur Servierung ist eindeutig: Der Wein sollte bei einer Temperatur von 15 bis 16 Grad Celsius serviert werden, um seine feinen Aromen und seine Struktur optimal zur Geltung zu bringen. Ein vorsichtiges Dekantieren von etwa 60 bis 90 Minuten vor dem Genuss kann helfen, die komplexen Aromen zu öffnen und die Tannine weiter zu mildern – insbesondere in seiner Jugend. Er ist ein perfekter Begleiter zu Wildgeflügel, geschmortem Rindfleisch, Lamm oder gereiftem Hartkäse – und er ist ein Wein, der es verdient, auch pur und mit Ruhe genossen zu werden, als Meditation über die Zeit und die ungebrochene Kraft eines großen Terroirs.
Fazit: Die stille Größe einer wiederentdeckten Lage
Der Weingut Keller Mölsheimer Zellerweg am Schwarzen Herrgott Spätburgunder GG trocken 2022 ist kein Wein, der im Rampenlicht steht. Er ist kein Große Lage im marketinggeprägten Sinne, der in jedem Weinmagazin als Legende gefeiert wird, und er ist nur in verschwindend geringer Auflage erhältlich – eine rare Abfüllung, die vor allem Kennern und Sammlern vorbehalten bleibt. Und doch verkörpert er eine Tugend, die in der heutigen Weinwelt oft übersehen wird: die stille, beständige Größe eines Weins, der aus einer der spannendsten Lagen Rheinhessens, der beharrlichen Handwerkskunst eines Winzers, der das Spätburgunder-Genre neu definiert, und einem Jahrgang hervorgegangen ist, der Wärme und Reife mit präziser Struktur verbindet. Er ist das Ergebnis einer glücklichen Fügung aus kalkhaltigem Boden mit Eisenadern, 25 Jahre alten Reben und einer schonenden Vinifikation mit 100 Prozent ganzen Trauben und Ausbau in älteren französischen Eichenfässern. Er erinnert uns daran, dass wahre Klasse sich nicht immer in spektakulärer Opulenz oder einem berühmten Namen ausdrückt, sondern oft in der Fähigkeit, unter den Bedingungen der Zeit eine eigene, subtile und zutiefst befriedigende Persönlichkeit zu entwickeln. In seiner Bescheidenheit liegt seine Größe – ein stiller Triumph der Beständigkeit und ein würdiger Botschafter des Zellerwegs am Schwarzen Herrgott, Rheinhessens und der jahrzehntelangen Tradition des Weinguts Keller. Wer das Glück hat, eine Flasche dieses Weins zu öffnen, sollte sich Zeit nehmen, nicht nur zum Genießen, sondern auch zum Nachdenken über die Vergänglichkeit und die ungebrochene Faszination eines Weins, der die Zeit überdauert hat.
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Jahrgang: | 2022 |
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Farbe: | rot |
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Erzeuger: | Keller Klaus Peter |
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Land: | Deutschland |
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Produktart: | Wein |
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Weinart: | Rotwein |
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Region: | Rheinhessen |
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Geschmack: | trocken |
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Rebsorte: | Spätburgunder |
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Alkohol: | 14 |
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Füllmenge: | 750 ml |
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Allergene: Sulfite
Abfüller: Erzeuger