Dr. von Bassermann-Jordan - Forster Jesuitengarten Riesling Trockenbeerenauslese 1949
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Füllniveau into neck, Kapsel und Etikett gut.
Produktinformationen
Dr. von Bassermann-Jordan – Forster Jesuitengarten Riesling Trockenbeerenauslese 1949: Ein flüssiges Denkmal der Pfalz
Die Forster Jesuitengarten Riesling Trockenbeerenauslese 1949 aus dem Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan ist ein Wein von außergewöhnlicher historischer Bedeutung und seltener Vollendung. Sie entstand in einem Jahrgang, der in die Geschichte des deutschen Weinbaus einging, und verkörpert die jahrhundertealte Tradition eines der renommiertesten Weingüter der Pfalz. Der renommierte Weinkritiker Neal Martin (Vinous) beschrieb sie als einen Wein, der „mit Perfektion flirtet“ und vergab 99 Punkte.
Das Weingut: Eine Dynastie von über 300 Jahren
Die Geschichte des Weinguts Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan reicht bis ins Jahr 1718 zurück, als Pierre Jordan aus Savoyen in die Pfalz einwanderte und die ersten Reben erwarb. Sein Nachkomme Andreas Jordan (1775–1848) etablierte den Qualitätsweinbau in der Region und legte den Grundstein für den Weltruf des Hauses. Im Jahr 1848 wurde das Weingut im Zuge der „Jordanschen Teilung“ unter den Erben aufgeteilt – aus dieser Teilung gingen neben Bassermann-Jordan auch die Weingüter Reichsrat von Buhl und Bürklin-Wolf hervor, die gemeinsam die „drei großen Bs“ der Pfalz bildeten. Den heutigen Namen erhielt das Weingut durch die Heirat von Emil Bassermann mit der Erbin Auguste Jordan; der Zusatz „Geheimer Rat“ geht auf den Titel zurück, den Dr. Ludwig Bassermann-Jordan (1869–1914) als königlich-bayerischer Geheimer Rat führte. Das Weingut zählt zu den Gründungsmitgliedern des VDP und ist heute im Besitz der Familie Niederberger.
Die Lage: Forster Jesuitengarten – ein Juwel der Mittelhaardt
Der Forster Jesuitengarten liegt im Herzen der Mittelhaardt am Fuße des Haardtgebirges und umfasst eine Rebfläche von lediglich 6 Hektar. Der Name verweist auf die Jesuiten, die hier einst Weinberge bewirtschafteten. Nach der königlich-bayerischen Bodenklassifikation von 1828 ist der Jesuitengarten – nach dem Kirchenstück – die zweitbeste Weinbergslage der gesamten Pfalz. Die Böden bestehen aus sandigem Lehm, Sandsteinbruch, mergeligem Ton und Basalt, die dem Wein eine unverwechselbare Terroirwürze und Mineralität verleihen. Die Weine aus dem Jesuitengarten werden für ihr außergewöhnliches Spiel von Frucht und Mineralität geschätzt.
Der Jahrgang 1949: Ein Wein der Nachkriegszeit
Der Jahrgang 1949 war in Deutschland von einem idyllischen Wachstumsklima geprägt. Der Weinhistoriker Michael Broadbent – der diese TBA mit fünf Sternen bewertete – notierte, dass sich viele deutsche Weinberge bis 1949 von den Verwüstungen des Zweiten Weltkriegs erholt hatten und die Winzer die idealen Bedingungen nutzen konnten. Die Weine des Jahrgangs zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Konzentration, eine lebendige Säurestruktur und ein enormes Alterungspotenzial aus – Eigenschaften, die sie zu außergewöhnlich langlebigen Weinen machen.
Verkostungsnotizen: Ein Wein von ätherischer Vollendung
Die Verkostungsnotiz von Neal Martin (Vinous, Juli 2020) zeichnet das Bild eines Weins, der die Zeiten überdauert hat: „Die 1949 war so tief in der Farbe, dass ich kurz befürchtete, sie sei längst über ihren Höhepunkt hinaus. Doch beim Einatmen der Aromen, die aus dem Glas strömten, wusste ich, dass ich etwas Besonderes erleben würde.“ Das Bukett beschreibt er als „berauschend und tiefgründig“ mit Aromen von kalifornischen Rosinen, Hoisin, gegrillten Mandeln und sogar geschmolzener Schokolade, gefolgt von Himbeerkonfitüre und welken Rosenblättern – „wunderschön definiert und fokussiert. Die Reinheit dieser Aromen ist schlichtweg außergewöhnlich.“ Am Gaumen zeigt sich der Wein „perfekt ausbalanciert, sodass der Restzucker kaum wahrnehmbar ist“. Die Textur ist „samtig-weich“ mit Noten von Marmelade und getrockneten Aprikosen und einem Abgang, der „nicht weit von einer Mondeuse entfernt“ sei. Martin betont: „Ihre Schwerelosigkeit macht diese TBA wahrhaft ätherisch, und ihre Länge ist phänomenal. Dass sie ein Jahrhundert überdauern wird, steht für mich außer Zweifel.“
Die Existenz dieser Abfüllung ist durch Auktionslose bei Christie's dokumentiert: Ein Los mit Forster Jesuitengarten Riesling Auslese 1949 von Hellmers & Söhne wurde mit einem Füllstand von 6 cm unter Kapsel angeboten – ein für das Alter typisches Erscheinungsbild. Die Tatsache, dass die TBA von Bassermann-Jordan in derselben Auktion angeboten wurde, unterstreicht die Seltenheit und den historischen Rang dieses Weins.
Ein Fenster in eine vergangene Ära
Für den Sammler und Liebhaber ist die Dr. von Bassermann-Jordan Forster Jesuitengarten Riesling Trockenbeerenauslese 1949 weit mehr als eine seltene Flasche – sie ist ein flüssiges Denkmal einer vergangenen Ära des deutschen Weinbaus. Sie entstand in einem Jahr, in dem die Weinberge der Pfalz nach den Wirren des Krieges wieder zur Ruhe kamen, und wurde von einem Weingut gekeltert, das bereits damals auf eine über 200-jährige Tradition zurückblickte. Wer eine solche Flasche öffnet, hält nicht nur einen seltenen Riesling in Händen, sondern ein Stück deutscher Weingeschichte – und einen Wein, der in über sieben Jahrzehnten Flaschenreife eine bemerkenswerte Tiefe, Eleganz und Vitalität bewahrt hat.
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Jahrgang: | 1949 |
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Farbe: | weiss |
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Erzeuger: | Dr. von Bassermann Jordan |
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Land: | Deutschland |
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Produktart: | Wein |
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Weinart: | Weisswein |
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Region: | Pfalz |
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Geschmack: | süss |
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Rebsorte: | Riesling |
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Alkohol: | 10 |
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Füllmenge: | 750 ml |
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Allergene: Sulfite
Abfüller: Erzeuger