Weingut Keller - Frauenberg Spätburgunder GG Grosses Gewächs trocken 2010
195,00 €*
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Füllniveau into neck, Etikett und Kapsel sehr gut.
Produktinformationen
Keller Frauenberg Spätburgunder GG 2010: Stählerne Eleganz auf Muschelkalk
(Ein Monument kühler Präzision im Schatten eines schwierigen Jahrgangs)
Der Keller Frauenberg Spätburgunder GG 2010 ist ein Beweis für Winzer-Genius: Aus einem herb-kühlen, fordernden Jahrgang formte Klaus Peter Keller einen Spätburgunder von seismischer Tiefe und stählerner Struktur. Wo der opulente 2009er die Sonne feierte, offenbart der 2010er die mineralische Essenz des Muschelkalk-Terroirs – ein kühles, langlebiges Meisterwerk für Puristen.
Der Jahrgang 2010: Herausforderung als Chance
Klimatisches Drama: Kühler Frühling, verregneter Sommer, späte Herbstsonne.
Winzerleistung: Strengste Selektion (Handlese in 3 Durchgängen) war überlebenswichtig. Nur 30% der Ernte erreichten GG-Niveau.
Terroir-Vorteil: Der wärmespeichernde Muschelkalk des Frauenbergs kompensierte die Kühle. Reife erreichte physiologische (Aromen/Tannine) vor technischer (Zucker) Reife.
Charakter: Keine Frucht-Explosion, dafür laserartige Mineralität, rassige Säure und tanninische Tiefenstruktur.
Degustation (2024): Die kühle Magie der Reife
Farbe
Mittleres Granatrot mit zartem Orangering – Reife ohne Ermüdung.
Nase
Ein irisierendes Schattenspiel aus:
Kühle rote Frucht: Preiselbeere, Sauerkirsche, getrocknete Hagebutte.
Muschelkalk-Mineralität: Kreidestaub, zerbrochene Austernschale, flintige Rauchnote.
Tertiäre Komplexität: Trüffel, feuchtes Laub, Sandelholz, Pottasche.
Botanische Finesse: Wacholder, getrockneter Salbei.
Keine Opulenz, sondern eine kühle, vielschichtige Intensität.
Gaumen
Ein Architekt der Stille:
Einstieg: Präzise Säureattacke – wie eiskalte Stahldrahtseile.
Mittelgewicht: Geschmeidige Tannine (voll integriert, aber spürbar körnig) tragen zarte Waldbeeren und eine salzig-kreidige Textur.
Tiefgang: Mineralische Grundierung dominiert (nasser Kalkstein, Eisenoxid). Die Frucht wirkt wie in eisiger Lava konserviert.
Textur: Seidig-kompakt, mit nervösem Energiefluss. Kein Gramm Fett, nur straffe Muskulatur.
Finale
Endloses Echo von:
Salziger Kreide
Rauchigem Schiefer
Bitter-süßer Morello-Kirsche
Und dieser durchdringenden Umami-Note (Sojasauce, Algen).
Die Säure treibt den Nachhall minutenlang voran.
Reifepotenzial & Trinkfenster
| Phase | Empfehlung |
|---|---|
| Jetzt (2024+) | Auf dem ersten Höhepunkt: Dekantieren (2 Std.) ist obligatorisch. Temperatur: 15°C. |
| 2029-2035 | Optimal: Tertiärnoten verschmelzen mit Mineralität. Säure weicht komplexer Süsse. |
| 2040+ | Legendäres Potenzial: Struktur überlebt alles. Lagerung bei 12°C entscheidend. |
Keller’s Meisterschaft: Alchemie im kühlen Feuer
Biodynamie: Lebendige Böden trotzten dem Regen.
Vinifikation unter Druck: Spontanvergärung mit Wildhefen
Ausbau: 18 Monate. Keine Maskierung, nur Stütze.
Fazit: Ein deutsches Burgund der Extraklasse
Der Frauenberg GG 2010 ist kein Wein der sofortigen Verführung. Er ist ein kontemplatives Ereignis für Terroir-Mystiker:
*"Wo der 2009er mit samtenem Purpur lockt, spricht der 2010er in Hieroglyphen aus Stein und Salz. Seine kühle Intensität erinnert an einen Corton-Charlemagne in Rot – ein Paradox aus Strenge und Sinnlichkeit."*
Ein Großes Gewächs im absoluten Zenith deutscher Pinot-Noir-Kultur. Für Kenner, die Mineralität über Frucht, Struktur über Opulenz und Langlebigkeit über Zugänglichkeit stellen. Ein Wein, der beweist: Große Terroirs offenbaren ihre tiefste Seele in schwierigen Jahren.
Bewertung: 97+/100 – Ein deutsches Jahrhundertwein-Äquivalent zum Chambertin 1996.
Lagerempfehlung: Bei 12-13°C & 85% Luftfeuchtigkeit. Querlage.
Servierpartner: Wildbret mit Trüffel-Risotto oder gereifter Comté.
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Jahrgang: | 2010 |
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Farbe: | rot |
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Erzeuger: | Keller Klaus Peter |
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Land: | Deutschland |
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Produktart: | Wein |
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Weinart: | Rotwein |
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Region: | Rheinhessen |
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Geschmack: | trocken |
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Rebsorte: | Spätburgunder |
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Alkohol: | 14 |
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Füllmenge: | 750 ml |
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Allergene: Sulfite
Abfüller: Erzeuger