Weingut Keller - Frauenberg Spätburgunder GG Grosses Gewächs trocken 2009
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Produktinformationen
Keller Frauenberg Spätburgunder GG 2009: Monumentale Wärme auf Muschelkalk
Während der Dalsheimer Bürgel mit seinem kühlen Buntsandstein-Terroir finessierte Spätburgunder hervorbringt, verkörpert der Frauenberg die kraftvolle, sonnenverwöhnte Seele des rheinhessischen Pinot Noir. Der Keller Frauenberg Spätburgunder GG 2009 aus diesem außergewöhnlichen Terroir ist ein Wein von seltener Tiefe, reifer Opulenz und mineralischer Prägung – ein Meisterwerk Klaus Peter Kellers, das die Sonne des Jahrhundertjahrgangs 2009 in eine Form von burgundischer Eleganz und rheinhessischer Intensität gießt.
Das Terroir: Frauenberg – Muschelkalk-Monument der Wärme
Die Lage: Der Frauenberg bei Flörsheim-Dalsheim ist eine der wärmsten Lagen Rheinhessens (Süd-Südwest-Ausrichtung). Diese Lage kombiniert maximale Sonneneinstrahlung mit hervorragender Drainage.
Der Boden: Das Fundament bildet tiefgründiger, kalkhaltiger Muschelkalk (Tertiär), oft mit Lössauflage und mergeligen Anteilen. Dieser mineralreiche, wärmespeichernde Boden fördert tief wurzelnde Reben, konzentrierte Aromen und eine kraftvolle, aber feinmaschige Tanninstruktur. Er verleiht dem Wein seine charakteristische mineralische Salzigkeit, Dichte und langlebige Struktur – eine rheinhessische Analogie zu den großen Cortons.
Klima: Die Lage fängt die Sonne des Oberrheingrabens ein, bewahrt aber durch die Höhe und den kalkigen Untergrund eine belebende Frische.
Der Jahrgang 2009: Sonnenfülle & perfekte Reife
2009 war einer der wärmsten und trockensten Jahrgänge der letzten Jahrzehnte in Deutschland (ähnlich 2003, 2018). Ideale Bedingungen für den Spätburgunder am Frauenberg:
Vollständige physiologische Reife: Kerngesunde Trauben mit optimal ausgebildeten Phenolen (Tannine, Farbstoffe, Aromen) und hohem Zuckerpotenzial.
Konzentration & Extrakt: Die Trockenheit führte zu kleineren Beeren und hoher Konzentration.
Kellers Herausforderung: Die Kunst lag darin, die natürliche Fülle und Kraft zu bändigen, die Säurestruktur zu erhalten und die mineralische Prägung des Terroirs nicht von der Sonne überstrahlen zu lassen. Präzise Arbeit im Weinberg und Keller war entscheidend.
Kellers Philosophie: Präzision für Terroir-Transparenz
Biodynamie (Demeter): Lebendige Böden, vitales Rebholz als Basis.
Äußerste Selektion: Nur perfekte Trauben aus den Kernparzellen des Frauenbergs werden für den GG verwendet. Handlese.
Minimalistischer Ausbau: Überwiegend große, neutrale Holzfässer (Stückfässer). Ziel ist Reinheit der Frucht und mineralische Klarheit, nicht Holzaroma. Sehr sparsamer Einsatz neuer Barriques. Spontanvergärung mit natürlichen Hefen, behutsame Maischeführung, lange Reife im Keller vor Abfüllung (mehrere Jahre).
Im Glas (2024): Reife Pracht mit mineralischem Rückgrat
Mit 15 Jahren Flaschenreife zeigt der Frauenberg GG 2009 seine ganze Majestät und Harmonie:
Farbe: Tiefes Granatrot mit zartem Ziegelrand – Ausdruck perfekter Reife.
Nase: Ein überwältigend komplexes, warmes und tiefes Bouquet. Reife dunkle Früchte dominieren: Pflaumenkompott, schwarze Kirschen, Cassis, eingedickte Brombeere. Darunter entfaltet sich eine kräftige, salzig-mineralische Ader (Kreide, nasser Kieselstein, Muschelkalk) und eine intensive würzig-erhitzte Note (Pfeffer, Lakritze, Zedernholz, feiner Rauch). Tertiäre Aromen von Trüffel, Leder, Tabak und einer edlen animalischen Nuance (Wild) verleihen ungeheure Tiefe. Die Nase ist opulent, aber niemals schwer oder überreif – die Mineralität und eine kühle Blütenspur (Veilchen) halten die Balance.
Gaumen: Der Einstieg ist dicht, saftig und von samtiger Textur. Die Fülle des Jahrgangs ist unverkennbar, wird aber sofort durch drei Säulen gerahmt:
Fein gesponnene, aber präsente Tannine: Seidig eingebunden, geben kraftvolle Struktur ohne Adstringenz.
Überraschend lebendige Säure: Frischer als erwartet, durchzieht den Wein wie ein elektrisierender Faden und trägt die Frucht.
Dominante Mineralität: Salzig-kalkige Noten (Kreide, Schiefer) und eine erdige Würze prägen den Mittelgaumen entscheidend.
Die reife Frucht ist allgegenwärtig, wird aber von der mineralischen Kraft und der komplexen Würze des Alters dominiert. Die Textur ist dicht, ölig-samtig, aber durch die Säure und Mineralität erstaunlich schwebend. Kraft und Eleganz sind in perfektem Einklang.
Länge: Die Finale ist monumental lang (minutenlang). Nachhall von reifen Pflaumen, Cassis, Pfeffer, feuchtem Kalkstein, Trüffel und einer anhaltenden salzigen Note. Die Säure verleiht eine belebende Frische bis zum allerletzten Nachhall.
Reifepotenzial & Trinkempfehlung:
Aktuell (2024): Der Wein ist auf dem Höhepunkt seiner Trinkreife. Er vereint die Reifekomplexität eines warmen Jahrgangs mit der strukturellen Integrität des Frauenberg-Terroirs und der Keller'schen Präzision. Die Tannine sind butterweich, die Säure perfekt integriert.
Dekantieren: Unbedingt 1,5-2 Stunden dekantieren! Dies öffnet das komplexe Bouquet vollständig und harmonisiert die Textur.
Langfristig: Bei 12-14°C gelagert, besitzt er das Potenzial für weitere 10-15+ Jahre. Die Säure und das mineralische Gerüst sind intakt. Er wird noch mehr "Umami"-Tiefe und harmonische Verschmelzung entwickeln.
Temperatur: 16-17°C – Wärme lässt die Komplexität voll zur Geltung kommen.
Fazit: Ein deutsches Pinot-Noir-Monument von seltener Größe
Der Keller Frauenberg Spätburgunder GG 2009 ist mehr als ein Großer Wein – er ist eine Ode an die Sonne, den Muschelkalk und die Winzerkunst Klaus Peter Kellers. Er nimmt die ungeheure Kraft und Reife des Jahrgangs 2009 auf und formt sie durch das kühle mineralische Rückgrat des Frauenbergs und durch präzises Ausbauen zu einem Werk von burgundischer Noblesse und rheinhessischer Intensität.
Er steht in krassem Kontrast zum filigranen Bürgel 2008, aber auch zum zugänglicheren Bürgel 2009: Hier herrscht konzentrierte Kraft, Tiefe und eine fast schon wuchtige mineralische Präsenz, stets getragen von einer samtigen Textur und der Eleganz eines großen Pinot Noir. Er beweist, dass deutsche Spätburgunder in warmen Jahrgängen auf grandiosem Terroir nicht nur Reife, sondern auch ungeheure Komplexität, Frische und Langlebigkeit erreichen können.
Ein Großes Gewächs im absoluten Spitzenfeld – ein Wein für Kenner, Sammler und jene Momente, die nach einem monumentalen, reifen und zugleich lebendigen Rotweinerlebnis verlangen. Er krönt die Pinot-Noir-Kollektion des Weinguts Keller und ist ein unbestreitbares Stück deutscher Weingeschichte. Ein Triumph des Terroirs und des Handwerks.
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Jahrgang: | 2009 |
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Farbe: | rot |
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Erzeuger: | Keller Klaus Peter |
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Land: | Deutschland |
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Produktart: | Wein |
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Weinart: | Rotwein |
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Region: | Rheinhessen |
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Geschmack: | trocken |
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Rebsorte: | Spätburgunder |
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Alkohol: | 14 |
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Füllmenge: | 750 ml |
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Allergene: Sulfite
Abfüller: Erzeuger