Stiftungskellerei der Heiliggeistspitalstiftung - Freiburger Schloßberg Ruländer Spätlese trocken dry 1985
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Produktinformationen
Stiftungskellerei der Heiliggeistspitalstiftung – Freiburger Schloßberg Ruländer Spätlese trocken 1985: Ein badischer Klassiker in Reife
Der Freiburger Schloßberg Ruländer Spätlese trocken 1985 aus der Stiftungskellerei der Heiliggeistspitalstiftung ist ein bemerkenswertes Zeugnis der über 700-jährigen Weinbautradition Freiburgs – und zugleich ein seltener Fund aus einem Jahrgang, der in Baden als sehr gut gilt. Die Heiliggeistspitalstiftung, eine der ältesten gemeinnützigen Stiftungen Deutschlands, betreibt ihr Weingut seit 1298, als eine „Spitaltrotte" erstmals urkundlich erwähnt wurde. Damals übereigneten Bürger ihre Rebhänge als Pfründe an die Stiftung, um im Alter versorgt zu werden – ein Prinzip, das die Verbindung von Weinbau und sozialer Fürsorge über Jahrhunderte prägte. Seit 1895 ist das Weingut im Jesuitenschloss in Merzhausen ansässig, wo bis heute die Weine ausgebaut werden.
Die Lage Freiburger Schloßberg zählt zu den Spitzenlagen Badens und ist als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert. Die nach Süden ausgerichtete Steillage auf 300 bis 360 Metern Höhe weist eine Hangneigung von 40 bis 60 Prozent auf und ist durch Stützmauern und Querterrassen gegliedert. Geologisch prägen Gneis und die Verwitterung dieses Gesteins die Böden. Nächtliche Abflusswinde aus dem Schwarzwald sorgen für Abkühlung und unterstützen Säure- und Fruchtentwicklung der Trauben. Das Stiftungsweingut bewirtschaftet rund 16 Hektar Reben am Schönberg, Tuniberg sowie am Freiburger Schlossberg.
Der Ruländer – heute besser bekannt als Grauburgunder oder Pinot Gris – ist eine burgundische Mutation des Spätburgunders und zählt zu den traditionsreichsten Rebsorten Badens. Der Name geht auf den Kaufmann Johann Seger Ruland zurück, der die Sorte 1683 in der Pfalz entdeckte. In Baden wird der historische Name „Ruländer" bis heute für gehaltvollere, oft etwas kräftigere Weine verwendet, während der Begriff „Grauburgunder" eher für die frischeren, trockeneren Varianten steht. Die Spätlese trocken verbindet die Reife und Extraktfülle einer späten Lese mit der Klarheit eines trocken ausgebauten Weins.
Der Jahrgang 1985 war in Baden von guten klimatischen Bedingungen geprägt. In der regionalen Weinliteratur wird er neben 1990 und 1997 als eines der wenigen Jahre mit „sehr guten Ergebnissen" hervorgehoben. Nach fast vier Jahrzehnten der Flaschenreife präsentiert sich dieser Wein in einem Zustand, der nur wenigen Flaschen vergönnt ist. Die Farbe dürfte ein tiefes Gold mit bernsteinfarbenen Reflexen zeigen. Die Nase entfaltet das typische Tertiäraroma eines gereiften Ruländers: Noten von getrockneten Aprikosen, Honig, Karamell, Nüssen und einem Hauch von Quitte, unterlegt mit der für gereifte Grauburgunder charakteristischen feinen Würze und Mineralität. Am Gaumen zeigt sich eine verschmolzene Struktur mit einer bemerkenswerten Fülle und Länge, die trotz des Alters eine lebendige Frische bewahrt.
Für Liebhaber großer badischer Weine ist dieser Freiburger Schloßberg Ruländer Spätlese trocken 1985 ein außergewöhnliches Erlebnis – ein flüssiges Zeugnis einer vergangenen Ära des Freiburger Weinbaus und ein seltener Fund aus dem Bestand einer der traditionsreichsten Stiftungen Deutschlands.
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Jahrgang: | 1985 |
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Farbe: | weiss |
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Erzeuger: | Heiliggeistspitalstiftung |
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Land: | Deutschland |
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Produktart: | Wein |
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Weinart: | Weisswein |
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Region: | Baden |
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Geschmack: | süss |
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Rebsorte: | Ruländer |
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Alkohol: | 10 |
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Füllmenge: | 750 ml |
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Allergene: Sulfite
Abfüller: Erzeuger