Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach - Assmanshäuser Höllenberg Spätburgunder Spätlese trocken dry 2010
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Produktinformationen
Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach - Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder Spätlese trocken 2010
1. Weinbezeichnung & Herkunft
Dieser reinsortige Spätburgunder (Pinot Noir) stammt aus dem renommierten Weinberg Assmannshäuser Höllenberg im deutschen Anbaugebiet Rheingau. Der Wein ist als "Spätlese trocken" klassifiziert, was auf einen voll ausgereiften, aber trocken ausgebauten Stil hindeutet. Die Bezeichnung "Spätlese" bezieht sich hier auf den Lesezeitpunkt und die dabei erreichte Mostreife, nicht auf eine Restsüße.
Produziert wird er von den Hessischen Staatsweingütern Kloster Eberbach, einem der traditionsreichsten und größten Weingüter Deutschlands.
2. Das Weingut: Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach
Das Weingut hat seinen Sitz im historischen Kloster Eberbach, das 1136 von Zisterzienser-Mönchen gegründet wurde. Die Anbaufläche umfasst heute rund 200 Hektar, die vorwiegend mit Riesling, aber auch mit Spätburgunder und anderen Sorten bestockt sind. Das Gut ist Mitglied im VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter).
Die Domäne Assmannshausen ist der Teil des Weinguts, der sich auf die Rotweinproduktion spezialisiert hat. Sie liegt oberhalb des Rheins an einer der steilsten Lagen des Rheingaus.
3. Die Lage: Assmannshäuser Höllenberg
Der Höllenberg bei Assmannshausen gilt als eine der berühmtesten und besten Rotweinlagen Deutschlands und ist klassifiziert als VDP.GROSSE LAGE (Grand Cru).
Der Name leitet sich vermutlich vom althochdeutschen "Hölle" (für Steilhang oder Abhang) ab, nicht von der Hölle im modernen Sinne.
Charakteristisch für die Lage ist der violett-schieferhaltige Boden. Die Südausrichtung sorgt für viel Sonneneinstrahlung, während die Nächte durch die Nähe zum Taunus abkühlen – ideale Bedingungen für die Entwicklung von Aromatik und Säurestruktur des Spätburgunders.
4. Rebsorte & Ausbau
Ausbau: Der Ausbau erfolgt traditionell in großen Eichenholzfässern (Doppelstückfässern mit 1.200 Litern), die den Wein prägen, ohne ihn mit zu viel Holz zu überlagern. Diese Art des Ausbaus, kombiniert mit dem Schiefer-Terroir, verleiht dem Wein eine lange Reifefähigkeit. Der Wein wird seit dem Jahrgang 2008 mit einem Schraubverschluss (Screwcap) verschlossen, um Korkschmecker zu vermeiden.
5. Jahrgang 2010 im Rheingau
Der Jahrgang 2010 war im Rheingau ein klassischer, eher kühler Jahrgang, der vor allem für seine präzisen, struktur- und säurebetonten Weine geschätzt wird. Für Rotweine wie den Spätburgunder bedeutete dies vergleichsweise späte Lese, konzentrierte Frucht und eine eher elegant-kühle Note anstelle von üppiger Fülle. Weine aus diesem Jahrgang zeichnen sich durch ihre Klarheit und ein oft beachtliches Lagerpotenzial aus – ein Profil, das ideal für einen trockenen Spätlese-Rotwein ist.
6. Verkostungsnotiz
Nase: Das Bouquet öffnet sich mit einer reifen, teils eingemachten Frucht aus Kirschen, Brombeeren und Sauerkirschen. Hinzu kommen würzige Noten von Lakritz, Rauchfleisch, schwarzem Pfeffer und einem Hauch Zimt. Eine kühle, vom Schiefer geprägte Mineralität und dezente Kräuternoten (Thymian) runden das komplexe Duftbild ab.
Gaumen: Der Wein zeigt sich mittelkräftig mit präsenter, aber integrierter Säure, die eine erfrischende Spannung und Länge verleiht. Die Frucht von Sauerkirsche und Brombeere ist saftig und präzise. Das Tannin ist reif, fein und seidig verwoben. Die Holznoten (Vanille, Toast, Kakao) sind gut eingebunden und stören die klare Frucht nicht. Der Abgang ist lang und von der mineralischen Note und den dunklen Beeren geprägt.
Alkoholgehalt: Die Quellen variieren: Für die reguläre "trocken"-Linie wurden Werte zwischen 12,5 % und 13 % bzw. im Onlineshop 14 % genannt. Mit der Zeit neigen Weine durch Verdunstung zu einem höheren Alkoholgefühl, der originale Wert lag vermutlich im Bereich von 12,5 % bis 13 % Vol.
Entwicklungsstand: 2010er Spätburgunder aus dieser Lage sind heute voll entwickelt, aber keineswegs am Ende. Die Frucht hat an Primärfrische verloren und ist komplexer geworden. Bei guter Lagerung sollte er sein Trinkfenster noch einige Jahre offen halten. Eine Dekantierung (ca. 1 Stunde) vor dem Genuss wird empfohlen, um den Wein zu belüften.
7. Bewertungen & Reifeempfehlung
Wein.plus: 89 WP (Weinpunkte) – Bewertung "sehr gut".
Tastingbook: Für die (teurere) Beerenauslese desselben Jahrgangs und Produzenten wird eine außergewöhnliche Bewertung von 96 TB Punkten vergeben mit einem empfohlenen Trinkfenster von 2020 bis 2035, was das allgemeine Potenzial der 2010er Höllenberg-Spätburgunder unterstreicht.
Durchschnittliche Verbraucherbewertung: Über 86 Punkte, von privaten Verkostern häufig als sehr gut und elegant beschrieben, mit einem auffälligem "Schuss Kirschlikör" im Geschmacksprofil.
8. Kombinationsvorschläge
Der Wein passt hervorragend zu:
Schmorgerichten von Rind, Lamm oder Wild (z. B. Wildragout, Hirschrücken)
Gegrilltem dunklen Fleisch
Reifem Hartkäse
9. Fazit
Der Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder Spätlese trocken 2010 der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach ist ein gereifter, komplexer Spätburgunder von einem der renommiertesten Weingüter Deutschlands. Er verbindet die typische Eleganz und Frucht des Pinot Noir mit dem charakteristischen Schieferterroir des Höllenbergs zu einem mittelgewichtigen, vielschichtigen und strukturierten Wein mit langem Abgang. Er befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Trinkreife und ist ein hervorragendes Beispiel für die Klasse deutscher Spätburgunder aus großen Lagen.
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Jahrgang: | 2010 |
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Farbe: | rot |
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Erzeuger: | Staatsweingüter Kloster Eberbach |
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Land: | Deutschland |
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Produktart: | Wein |
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Weinart: | Rotwein |
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Region: | Rheingau |
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Geschmack: | trocken |
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Rebsorte: | Spätburgunder |
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Alkohol: | 14 |
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Füllmenge: | 750 ml |
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Allergene: Sulfite
Abfüller: Erzeuger