Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach - Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder Cabinet Fass N°35 Schatzkammer Fach N°55 1953
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Produktinformationen
Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach – Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder Cabinet Fass N°35 Schatzkammer Fach N°55 1953
1. Einleitung
Bei dem vorliegenden Wein handelt es sich um eine äußerst seltene Rarität aus den Hessischen Staatsweingütern Kloster Eberbach. Der Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder Cabinet aus dem Jahrgang 1953 – genauer bezeichnet als Fass N°35 aus der Schatzkammer Fach N°55 – zählt zu den herausragendsten Spätburgundern, die jemals im Rheingau erzeugt wurden. Der Jahrgang 1953 gilt als einer der großen „Goldenen Jahrgänge“ für deutschen Rotwein und wird von Kennern auf eine Stufe mit den besten Burgundern gestellt.
2. Das Weingut: Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach
Die Staatsweingüter Kloster Eberbach haben ihren Sitz im historischen Zisterzienserkloster Eberbach im Rheingau und blicken auf eine fast 900-jährige Geschichte zurück. Sie zählen zu den renommiertesten Weinbaubetrieben Deutschlands und bewirtschaften heute rund 200 Hektar Rebfläche, vorwiegend mit Riesling und Spätburgunder. Die Weine des Gutes zeichnen sich durch mineralische Eleganz, Frucht und außergewöhnliche Langlebigkeit aus.
Das Weingut öffnet seine „Schatzkammern“ regelmäßig im Rahmen jährlicher Versteigerungen im Laiendormitorium des Klosters – eine Tradition, die bis ins Jahr 1806 zurückreicht. Dort gelangen exklusive Raritäten wie der hier besprochene Wein in den Handel.
3. Die Lage: Assmannshäuser Höllenberg
Die Lage Assmannshäuser Höllenberg gehört zu den berühmtesten Spätburgunder-Lagen Deutschlands. Der Weinberg oberhalb des Rheindorfs Assmannshausen erlangte bereits im 19. Jahrhundert durch den aufkommenden Rheintourismus und die Eröffnung der Bahnlinie 1862 große Bekanntheit. Sogar Kaiser Wilhelm II. war ein begeisterter Konsument der Höllenberg-Weine und trank durchschnittlich eine Flasche pro Tag.
Das goldene Zeitalter dieser Spätburgunder begann 1925 mit dem Bau einer der modernsten Rotweinkellereien Europas – einer gravitationsbetriebenen Anlage, die ihrer Zeit weit voraus war. Unter dem Winzer Ewald Schug (Vater des späteren kalifornischen Winzers Walter Schug) entstanden Weine von Weltklasse.
4. Der Jahrgang 1953
Der Jahrgang 1953 war für den Höllenberg ein Ausnahmejahrgang. Aufgrund von Coulure (Verrieseln der Blüten) fiel die Ernte mit nur 30 hl/ha moderat aus, doch die optimalen Witterungsbedingungen führten zu einer außergewöhnlichen Traubenqualität. Der Wein wird als „super-fine and almost perfectly balanced“ beschrieben – ein atemberaubendes Meisterwerk.
Der 1953er Höllenberg zählt zu den Weinen, die in Vertikalverkostungen regelmäßig Spitzenbewertungen von 90 Punkten oder mehr erhalten – gemeinsam mit anderen legendären Jahrgängen wie 1947, 1926 oder 1921.
5. Spezifikation: Fass N°35 – Schatzkammer Fach N°55
Die genaue Bezeichnung „Fass N°35 Schatzkammer Fach N°55“ verweist auf die Herkunft aus dem Cabinet-Keller des Klosters, in dem die wertvollsten und am längsten gereiften Weine des Gutes lagern. Die Bezeichnung „Cabinet“ war im Rheingau traditionell die höchste Qualitätsstufe für trockene oder halbtrockene Weine aus besonderen Lagen und Fässern.
Der Wein wurde als „Spätburgunder Cabinet trocken“ ausgebaut. Es existieren auch Varianten als „Rot-Weiß Edelbeerenauslese Cabinet“ – eine edelsüße Rarität. Die vorliegende Flasche aus Fass Nr. 35 repräsentiert eine der exklusivsten Abfüllungen dieses legendären Jahrgangs.
6. Verkostungsnotizen und Bewertungen
Der 1953er Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder wurde von mehreren renommierten Kritikern verkostet:
James Suckling (2022) beschrieb ihn nach einer Verkostung im Schloss Biebrich als „super-fine and almost perfectly balanced“ und als „breathtaking masterpiece from one of the great pinot noir vineyards of the world“.
Jancis Robinson MW verkostete den Wein im Juli 2008 und vergab eine Bewertung (die genaue Punktzahl ist hinter einer Paywall, die Verkostung ist jedoch dokumentiert).
Auf CellarTracker wird der Wein mit Notizen geführt, die „a hint of sweetness, red berries, spice, intense menthol note and minerality, good acidity“ sowie ein „heavy mouthfeel“ beschreiben.
Die Plattform Tastingbook bewertet den Steinberger Cabinet 1953 – ein vergleichbarer Spitzenwein des Gutes – mit 94 Tb-Punkten.
7. Markt und Verfügbarkeit
Weine dieser Güte und dieses Alters gelangen nur selten in den freien Handel. Sie werden meist über Auktionen oder exklusive Raritäten-Menüs des Klosters angeboten. Die Preise für Spitzenjahrgänge des Assmannshäuser Höllenberg liegen im Bereich von mehreren Tausend Euro pro Flasche. So erzielte ein 1953er Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder in jüngerer Vergangenheit rund 2.550 Euro, während andere Raritäten aus der Schatzkammer für bis zu 2.500 Euro angeboten werden.
8. Fazit
Der Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder Cabinet 1953 – Fass N°35 aus Schatzkammer Fach N°55 ist ein Wein von nahezu mythologischem Status. Er vereint die herausragende Lage des Höllenbergs, die jahrhundertealte Tradition von Kloster Eberbach, die Winzerkunst der goldenen Ära unter Ewald Schug und einen der größten Jahrgänge des 20. Jahrhunderts. Für Sammler und Liebhaber großer Pinot Noirs zählt dieser Wein zu den begehrtesten Raritäten des Rheingaus – ein lebendiges Zeugnis einer Zeit, in der deutsche Spätburgunder mit den besten Burgundern der Welt konkurrierten.
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Jahrgang: | 1953 |
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Farbe: | rot |
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Erzeuger: | Staatsweingüter Kloster Eberbach |
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Land: | Deutschland |
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Produktart: | Wein |
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Weinart: | Rotwein |
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Region: | Rheingau |
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Geschmack: | trocken |
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Rebsorte: | Spätburgunder |
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Alkohol: | 14 |
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Füllmenge: | 750 ml |
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Allergene: Sulfite
Abfüller: Erzeuger