Domaine Grivelet - Chambolle-Musigny 1er cru 'Les Amoureuses' Tête de Cuvée 1976 MAGNUM 1500ml
Etikett und Kapsel beschädigt.
Produktinformationen
Domaine Grivelet – Chambolle-Musigny 1er Cru „Les Amoureuses" Tête de Cuvée 1976 MAGNUM
Die Magnumflasche – 1500 Milliliter statt der üblichen 750 – ist in Burgund weit mehr als eine bloße Größenangabe. Sie gilt als die vielleicht idealste Inkarnation eines großen Burgunders: Das größere Flüssigkeitsvolumen im Verhältnis zur Glasoberfläche verlangsamt die Reifung, bewahrt die Frucht und verleiht dem Wein eine Textur und Tiefe, die aus der Normalflasche kaum je erreichbar ist. Der Chambolle-Musigny 1er Cru „Les Amoureuses" Tête de Cuvée 1976 der Domaine Grivelet in dieser Großformat-Abfüllung vereint gleich mehrere seltene Umstände: eine der legendärsten Premier-Cru-Lagen Burgunds, einen handwerklich geprägten Erzeuger aus einer vergangenen Ära, einen Jahrgang von außergewöhnlicher Konzentration – und das alles in einem Format, das für die jahrzehntelange Lagerung geradezu geschaffen wurde.
Die Lage: „Les Amoureuses" – ein Premier Cru von Grand-Cru-Rang
„Les Amoureuses" gilt als der berühmteste und angesehenste der 24 Premier-Cru-Climats von Chambolle-Musigny und wird von Kennern seit jeher eher als Grand Cru denn als Premier Cru gehandelt. Die nur rund 5,4 Hektar umfassende Lage erstreckt sich am südlichen Ende der Gemeinde, unmittelbar unterhalb des Grand Cru Le Musigny und oberhalb der Premier-Cru-Lagen von Vougeot. Der Boden besteht aus einer dünnen Schicht steinigen Oberbodens über hartem Kalksteinuntergrund, der eine hervorragende Drainage gewährleistet und die Reben zwingt, tief in die Felsspalten einzudringen. Die leicht gestufte Hanglage ist nach Osten ausgerichtet und empfängt reichlich Morgen- und Vormittagssonne, während sie vor der intensiven Nachmittagssonne geschützt bleibt – ideale Bedingungen für eine langsame, vollständige Reife des Pinot Noir.
Der renommierte Weinautor Clive Coates MW beschrieb „Les Amoureuses" einst mit den Worten: „Les Amoureuses is really a sort of younger brother to Musigny itself; perfumed, silky smooth, intense and soft rather than brutal and muscular, and with real finesse." Kein Geringerer als der Burgund-Experte Anthony Hanson bemerkte, die Qualität dieser Lage erinnere „eher an einen Grand Cru als an einen Premier Cru". Die Weine dieser Lage zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Kombination aus Delikatesse und Intensität aus – mit erdigen Noten und festen, aber seidigen Tanninen. Manche Verkoster beschreiben das Bukett als einen sich ständig wandelnden Reigen: von wilden Himbeeren und Veilchen über Akazie und Lilas bis hin zu Trüffel, Zedernholz und getrockneten Feigen.
Das Weingut: Domaine Grivelet – eine vergangene Ära
Die Domaine Grivelet war ein traditionelles Burgunder Weingut mit Sitz in Vosne-Romanée, dessen Wurzeln bis in das frühe 20. Jahrhundert zurückreichen. Die Familie Grivelet war ursprünglich eine Böttcherfamilie – ein Handwerk, das in Burgund seit jeher eng mit dem Weinbau verbunden ist – und brachte mit Fernand Grivelet (1885–1958) und seinem Sohn Bernard Grivelet zwei Winzerpersönlichkeiten hervor, die das Weingut prägten. Das Familienunternehmen, das unter den Namen Grivelet Père & Fils und Domaine Grivelet firmierte, besaß Weinberge in einigen der renommiertesten Lagen Burgunds, darunter Parzellen in Chambolle-Musigny (Les Amoureuses, Les Charmes, Les Beaux-Bruns, Les Hauts-Doix), in Vosne-Romanée (Les Malconsorts) sowie in Echézeaux und Vougeot. Die Weine des Hauses wurden international gehandelt und bei Auktionen namhafter Häuser wie Christie's, Sotheby's und Bonhams versteigert – ein Beleg für die einstige Bedeutung der Domaine.
Die Weinbereitung folgte den Traditionen des Hauses: Die Trauben wurden von Hand gelesen, streng selektiert und in offenen Bottichen vergoren, gefolgt von einer Reifung in Eichenfässern, deren Anteil an neuem Holz moderat blieb. Der Stil der Grivelet-Weine wird als „charnus et foncés" beschrieben – fleischig und dunkel – und zeigte auch nach Jahrzehnten der Flaschenreife noch eine bemerkenswerte Vitalität. Die Weine aus den 1960er und frühen 1970er Jahren, darunter Jahrgänge wie 1961, 1966 und 1969, wurden von Sammlern für ihre Chambolle-Musigny-Qualität geschätzt und zeigten sich in Verkostungen „sehr lebendig und entwickelten sich mit Luft".
Der Jahrgang 1976: Hitze, Konzentration und Langlebigkeit
Der Jahrgang 1976 war in Burgund ein Jahr der Extreme. Nach einer Reihe schwieriger Jahrgänge – insbesondere dem verregneten 1975 – brachte 1976 einen frostfreien Winter und einen milden Frühling, gefolgt von einem außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer. Die Weinliteratur erinnert sich bis heute an „das Jahr der Hitzewelle" und der Dürre, die die Photosynthese beeinträchtigte und die Reben unter Stress setzte. Die Ernte begann Mitte September und fiel früh aus; rechtzeitige Regenfälle am Monatsende konnten den Großteil der Trauben nicht mehr beeinträchtigen. Das Ergebnis waren außergewöhnlich konzentrierte Pinot-Noir-Weine mit dichter Struktur und bemerkenswerter Tiefe. Wine-Searcher beschreibt den Jahrgang als „exceptionally good" und betont, dass die besten Beispiele aus der Côte de Beaune stammten, da die Côte de Nuits stärker unter „overcooked fruit and heavy-handed structures" litt – doch viele der Top-Produzenten meisterten die Herausforderungen und erzeugten Weine von großer Klasse.
Für die Magnumflasche bedeutet dies einen entscheidenden Vorteil: Während Normalflaschen des Jahrgangs 1976 heute oft ihre besten Jahre hinter sich haben, profitiert das größere Format von einer deutlich langsameren Reifung. Ein 1976er in Magnum „represents a rare and historically resonant expression, offering extended longevity and a window into the elegance and delicacy that made Amoureuses legendary", wie es in einer Beschreibung des Weinhändlers K&L Wine Merchants heißt.
Die „Tête de Cuvée": Das Beste vom Besten
Die Bezeichnung „Tête de Cuvée" – wörtlich „Spitzen-Cuvée" – hat im Burgund eine jahrhundertealte Tradition. Sie geht auf die Zisterzienser zurück, die die Weinberge und Weine in vier Qualitätsklassen einteilten: Tête de cuvée (oder Hors ligne), Première cuvée, Deuxième cuvée und Troisième cuvée. Der Begriff bezeichnet den ersten, sanften Pressvorgang bei der Weinbereitung, der den feinsten und klarsten Saft liefert – reich an Zucker und Säure, aber arm an Tanninen. Bei Grivelet wurde diese Bezeichnung für die besten Parzellen und ältesten Reben des Hauses verwendet – eine Auswahl, die nur in außergewöhnlichen Jahren und in begrenzter Menge abgefüllt wurde. Die Abfüllung trägt zudem den Zusatz „Reserve Numerotee" – jede Flasche erhielt eine individuelle Nummerierung, ein Zeichen besonderer Wertschätzung durch das Weingut.
Die Magnumflasche: Ein Fenster in eine vergangene Ära
Nach über vier Jahrzehnten der Flaschenreife präsentiert sich diese Magnumflasche in einem Zustand, der nur den allergrößten Raritäten vergönnt ist. Die Farbe dürfte ein leuchtendes Rubinrot mit leichten ziegelroten Reflexen zeigen – die typische Patina eines über vierzig Jahre gereiften Burgunders. Die Nase entfaltet das klassische Aromenspektrum eines großen Chambolle-Musigny: Noten von wilden Himbeeren, reifen Erdbeeren, Veilchen und Akazie, unterlegt mit den für gereifte Burgunder charakteristischen Tertiäraromen von Unterholz, Leder, Moschus und einem Hauch von Trüffel. Am Gaumen zeigt sich eine seidige, fast schwerelose Textur, die die für „Les Amoureuses" so typische Verbindung von Delikatesse und Intensität verkörpert. Die Tannine sind fein und geschliffen, die Säurestruktur lebendig und eingebunden, der Abgang außergewöhnlich lang und mineralisch.
Die Existenz dieser Magnum-Abfüllung ist durch Auktionslose bei Christie's dokumentiert: Ein Los mit einer Magnumflasche Chambolle-Musigny „Les Amoureuses" 1976 wurde mit einem Füllstand von 3 Zentimetern unter Kapsel angeboten, mit leicht beschädigter Kapsel und bin-soiled Etikett – ein für das Alter typisches Erscheinungsbild. Eine Tête de Cuvée-Magnum aus dem Jahr 1971 desselben Hauses wurde bei Christie's ebenfalls angeboten, was die Existenz dieser speziellen Abfülllinie über mehrere Jahrgänge belegt.
Für den Sammler und Liebhaber ist die Magnumflasche des Grivelet Chambolle-Musigny „Les Amoureuses" Tête de Cuvée 1976 ein Wein von großer Seltenheit – ein Zeugnis einer vergangenen Ära des burgundischen Weinbaus, aus einer der edelsten Premier-Cru-Lagen der Côte de Nuits, gekeltert in einem Jahr, das die Winzer vor außergewöhnliche Herausforderungen stellte und dennoch Weine von bemerkenswerter Tiefe und Langlebigkeit hervorbrachte. Wer eine solche Flasche öffnet, hält nicht nur einen seltenen Burgunder in Händen, sondern ein Stück burgundischer Zeitgeschichte – und ein Format, das die Essenz dieser Geschichte in ihrer ganzen Fülle bewahrt hat.
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Jahrgang: | 1976 |
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Farbe: | rot |
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Erzeuger: | Grivelet Domaine |
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Land: | Frankreich |
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Produktart: | Wein |
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Weinart: | Rotwein |
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Region: | Burgund |
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Geschmack: | trocken |
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Rebsorte: | Pinot Noir |
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Alkohol: | 14 |
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Füllmenge: | 1500 ml |
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Allergene: Sulfite
Abfüller: Erzeuger