Château Cheval Blanc 1967
475,00 €*
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Füllniveau upper shoulder, Kapsel und Etikett gut.
Produktinformationen
1967er Château Cheval Blanc
Vom legendären 1964er zum hier besprochenen 1967er ist es, als würde man die Geschichte eines Helden verfolgen, dessen beste Zeit hinter ihm liegt. Beide stammen von dem prestigeträchtigsten Gut in Saint-Émilion, doch während der 1964er als ungebrochener "Blockbuster" für seine Vitalität gefeiert wird, steht der 1967er als leuchtendes, wenn auch vergängliches Beispiel für die vergängliche Schönheit eines Weins, der seinen Zenit überschritten hat.
📅 Der Jahrgang 1967: Ein eleganter Schwanengesang
Das Jahr 1967 in Bordeaux war kein Jahr der Superlative. Ein relativ kühler, trockener Sommer mit einem sehr heißen Juli (bis zu 38°C) wurde im September von verheerenden Regenfällen heimgesucht, die die Hoffnungen auf einen großen Jahrgang zunichtemachten. Das Ergebnis waren eher leichte, elegante und frühreife Weine, die nie für eine jahrzehntelange Lagerung konzipiert waren. Es war ein Jahrgang für die Linke Bank, während die Rechte Bank, allen voran das frühreifende Terroir von Cheval Blanc, dennoch beachtliche Erfolge erzielte. Der Jahrgang gilt als "recht erfolgreich", wobei die Erträge mitunter niedrig waren (weniger als 30 Hektoliter pro Hektar).
🏰 Château Cheval Blanc: Ein Gut zwischen Tradition und Wandel
Zum Zeitpunkt des Jahrgangs 1967 befand sich Château Cheval Blanc im Besitz der Familie Fourcaud-Laussac und wurde erst 1970 von dem berüchtigten Manager Jacques Hébrard übernommen, der später für den legendären 1982er Jahrgang und einen kuriosen Vorfall mit dem Weinkritiker Robert Parker bekannt wurde.
Der 1967er wurde noch in einer Ära hergestellt, in der das Château seine einzigartige Rebsortenzusammensetzung pflegte. Im Jahrgang 1967 bestand der Wein zu etwa 60% aus Cabernet Franc, 40% aus Merlot und einem Hauch von Cabernet Sauvignon. Diese Dominanz des Cabernet Franc verleiht dem Cheval Blanc seine charakteristische aromatische Finesse und die typisch rauchig-würzige Note. Die Reben wachsen auf einem einzigartigen Mosaik aus sandigem Ton und Kies, das dem Wein seine unverwechselbare Textur verleiht.
👃 Verkostungsnotizen: Eine Reise durch die Zeit
Eine Verkostung des 1967er Cheval Blanc gleicht einer Zeitreise – vorausgesetzt, die Flasche wurde makellos gelagert. Der Wein zeigt ein mittleres bis intensives Rubinrot mit deutlichen Ziegelsteinreflexen am Rand, was sein stolzes Alter verrät.
Aroma (Nase): Die Nase ist komplex und vielschichtig, aber auch verletzlich. Von verschiedenen Verkostern werden folgende Aromen genannt:
Gaumen und Abgang:
Mundgefühl: Dieser Wein ist eine Definition von Seidigkeit. Er wird durchgehend als "geschmeidig und seidig" beschrieben, mit einem mittleren Körper. Die Tannine sind weich und perfekt integriert, fast vollständig abgebaut. Die ursprüngliche Fülle ist einer eher zarten, halbopulenten Textur gewichen.
Struktur: Der Wein hat seinen Höhepunkt eindeutig überschritten. Die Frucht ist verblasst, und die Säure tritt nun als definierendes Rückgrat in den Vordergrund. Kritiker sprechen von einem "zerfallenden, blättrigen Bestandteil", der sich in das Bouquet mischt.
Abgang: Der Abgang ist nicht mehr besonders lang und wird als etwas trocken oder schnell abklingend beschrieben, was die nachlassende Vitalität des Weins widerspiegelt.
🏆 Kritikerbewertungen: Eine Frage des Blickwinkels
Die Bewertungen des 1967er Cheval Blanc sind gemischt und spiegeln seine fragile Natur wider. Während Weinkenner die verbliebene Eleganz und Textur zu schätzen wissen, betonen prominente Kritiker den beginnenden Verfall.
⏳ Trinkfenster und Lagerpotenzial
Der 1967er ist ein Paradebeispiel dafür, wie das Alter selbst große Namen einholt. Nach Ansicht von Robert Parker trank er in seinem ersten Jahrzehnt gut, befindet sich aber nun im ernsthaften Niedergang. Der Wein ist heute extrem zerbrechlich; der Zustand der einzelnen Flasche ist der absolut entscheidende Faktor für das Trinkerlebnis. Die meisten Quellen empfehlen, ihn umgehend zu konsumieren, da er keine weitere Entwicklung mehr zulässt.
💰 Marktpreise und Verfügbarkeit
Aufgrund seines fortgeschrittenen Alters ist der 1967er Cheval Blanc eine absolute Rarität. Die Preise variieren stark je nach Quelle, Herkunft und Flaschenzustand. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über aktuelle und historische Preisangaben:
| Quelle / Auktionshaus | Preis | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Wine-Searcher | ~ €682 / 750ml | Internationaler Durchschnittspreis (exkl. Steuern) |
| BestofWines.com | €195,00 exkl. MwSt. | Flasche mit hohem Füllstand "High Shoulder" |
| SoDivin | ab €412,50 inkl. MwSt. | Preis abhängig von Füllstand und Etikett, aktuell nicht auf Lager |
| Jahrhundertweine.de | €345,00* | 75cl Flasche, Füllstand "Upper Shoulder" |
| Hedonism (UK) | £425,00 | Historischer Listenpreis (exkl. MwSt.), aktuell nicht auf Lager |
| Christie's Auktion | GBP 1.347 / 10 Fl. | Durchschnittlich ~GBP 135 pro Flasche; unter Schätzwert |
| Christie's Auktion (EUR) | EUR 184 pro Flasche | Realisierter Preis im Auktionsjahr 2020 |
| Bonhams Auktion | $ 240 - 333 / Fl. | Schätzung für 12er- und 5er-Gebinde (historisch) |
💎 Zusammenfassung: Eine vergängliche Ikone
Der 1967er Château Cheval Blanc ist kein Wein für diejenigen, die eine kraftvolle, jugendliche Struktur suchen. Er ist ein Wein für Liebhaber, die die vergängliche Schönheit eines großen Weins am Ende seiner Reise zu schätzen wissen. Er ist ein lebendiges Zeitdokument, ein leuchtendes Beispiel für die Eleganz eines Jahrgangs, der im Schatten seiner berühmteren Geschwister stand. Wer das Glück hat, eine Flasche mit einwandfreier Herkunft zu besitzen, sollte sie mit größtem Respekt vor ihrer Geschichte genießen – mit dem Bewusstsein, dass jeder Tropfen ein flüchtiger Moment der Vergangenheit ist.
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Jahrgang: | 1967 |
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Farbe: | rot |
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Erzeuger: | Château Cheval Blanc |
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Land: | Frankreich |
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Produktart: | Wein |
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Weinart: | Rotwein |
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Region: | Bordeaux |
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Geschmack: | trocken |
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Rebsorte: | Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot |
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Alkohol: | 14 |
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Füllmenge: | 750 ml |
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Allergene: Sulfite
Abfüller: Erzeuger