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Produktinformationen

Having a 1947 Cheval Blanc served out of an impeccably stored magnum twice in three months during the summer of 1994, and on another occasion, from an extraordinary jerobaum, made me once again realize what a great job I have. The only recent Bordeaux vintage that comes even remotely close to the richness, texture, and viscosity of so many of these right bank 1947s is 1982. What can I say about this mammoth wine that is more like port than dry red table wine? The 1947 Cheval Blanc exhibits such a thick texture it could double as motor oil. The huge nose of fruitcake, chocolate, leather, coffee, and Asian spices is mind-boggling. The unctuous texture and richness of sweet fruit are amazing. Consider the fact that this wine is, technically, appallingly deficient in acidity and excessively high in alcohol. Moreover, its volatile acidity levels would be considered intolerable by modern day oenologists. Yet how can they explain that after 47 years the wine is still remarkably fresh, phenomenally concentrated, and profoundly complex? It has to make you wonder about the direction of modern day winemaking. Except for one dismal, murky, troubled, volatile double-magnum, this wine has been either perfect or nearly perfect every time I have had it 100/100 Points Robert Parker.

Betritt man die sagenumwobene Welt des Château Cheval Blanc 1947, begibt man sich nicht einfach auf eine Verkostungsreise – man begibt sich auf eine archäologische Expedition in die jüngere Kulturgeschichte des Weins. Der 1947er Jahrgang gilt als der berühmteste Cheval Blanc des 20. Jahrhunderts und ist ein wahres Chamäleon: Ein Wein, der mit einer fast mythischen Aura umgeben ist und dennoch in seinen verschiedenen Ausprägungen, insbesondere der hier im Fokus stehenden Vandermeulen-Abfüllung, eine schillernde und oft widersprüchliche Geschichte erzählt.


🏛️ Das Denkmal und seine Variation: Eine Einführung

Das Referenzwerk „Vintage Wine“ des legendären Michael Broadbent beschreibt den Cheval Blanc 1947 als ein Monument. Wie die Recherche zu Ihrem Wunschthema zeigt, sind die Bewertungen des 1947er Cheval Blanc geteilt: Während Kritiker die Vandermeulen-Abfüllung teils mit 85 Punkten bewerten, wird an anderer Stelle ein perfektes, nicht mehr zu überbietendes Parker-Erlebnis beschrieben, das im höchsten Punkt der Wertungsskala von 100 Punkten rangiert. Diese enorme Spannbreite ist kein Zufall – sie ist vielmehr der Schlüssel zum Verständnis dieser Legende.

Der 1947er Jahrgang entstand unter extremen, fast tropischen Bedingungen. Der heiße Sommer ließ die Trauben zu enormer Zuckerreife kommen, was zu einem ungewöhnlich hohen Alkoholgehalt von bis zu 14,4 % führte. Die damalige Kellertechnik ohne Temperaturkontrolle führte zu einem weiteren Markenzeichen: einer spürbaren flüchtigen Säure (Volatile Acidity), die zusammen mit einem Restzuckergehalt dem Wein einen fast portweinähnlichen Charakter verlieh. Dieser regelbrechende Stil ist es, der den Mythos des 1947er Cheval Blanc ausmacht.

⚖️ Vandermeulen vs. Château-Abfüllung: Der große Unterschied

Die entscheidende Nuance in der Geschichte dieses Weins ist die Füllung durch den belgischen Weinhändler Vandermeulen in Ostende. Die Château-Abfüllung des Weinguts selbst gilt als kraftvoll, konzentriert und dicht, die Vandermeulen-Abfüllung hingegen neigt – bei guter Konservierung – oft zu einer noch etwas ausgeprägteren Süße und zeigt mehr Reife. In der Spitze, mit perfekten Flaschen aus einwandfreier Herkunft, kann sie genau das bieten, was Robert Parker mit den höchsten Weihen versieht: einen an Motoröl erinnernden, unfassbar dichten Wein mit einem Aromaspektrum, das keine Wünsche offenlässt.

🤥 Der Schatten der Fälschungen

Doch dieses Kapitel hat eine dunkle Seite. Die schiere Legende des Weins hat ihn zum Ziel von Fälschern gemacht. Quellen wie Tastingbook weisen darauf hin, dass fast 75 % der im Umlauf befindlichen Flaschen des 1947er Cheval Blanc (Vandermeulen) Fälschungen sein könnten. Genau diese Gefahr erklärt die enorme Diskrepanz in den Bewertungen (85 vs. 100 Punkte). Eine gefälschte Flasche offenbart sich oft durch einen zu jungen Korken ohne Prägung, der keinerlei Altersspuren aufweist und nicht mehr in die Flasche passt. Auch Unstimmigkeiten bei der Kapsel oder der Vintage-Besonderheit der Flasche, die bei späteren Abfüllungen so nicht üblich war, können Hinweise geben.


👃 Eine olfaktorische Zeitreise

Betrachtet man die Fülle der verfügbaren Notizen und filtert die authentischen Eindrücke von den zweifelhaften, so ergibt sich ein vielschichtiges Bild. Die wichtigsten Aromen, die bei einer intakten Flasche die Nase umschmeicheln, lassen sich wie folgt skizzieren:

  • Primäre & Sekundäre Aromen: Das aromatische Profil ist geprägt von einer unwiderstehlichen Mischung aus Fruchtkuchen (Fruitcake), dunkler Schokolade und edlem Leder. Die verführerischen Aromen von Kaffee und exotischen asiatischen Gewürzen verleihen dem Bukett eine unverwechselbare Tiefe. Es dominieren intensive Noten von Pflaume und Schwarzkirsche, die an Likör erinnern, mit einer schweren, intensiven Minzenote. Manchmal gesellen sich Nuancen von Trüffel, Tinte und sogar eine überraschende Erdigkeit von Waldboden hinzu.

  • Sekundäre & Tertiäre Aromen: Ein perfektes Exemplar offenbart nach dem Öffnen eine unglaubliche Komplexität: Noten von Mokka, Salzlakritze, Sojasauce, Mineralität und sogar die ungewöhnliche Nuance von bitteren Orangen. Gelegentlich können auch leichte Anklänge an Campher oder medizinische Aromen auftreten, die typisch für das Alter sind.

👅 Am Gaumen: Eine unmögliche Balance

Am Gaumen offenbart sich der wahre Charakter dieses Weins – ein Tanz zwischen scheinbar unvereinbaren Elementen. Die Textur ist das erste, was verblüfft: dickflüssig, ölig, fast sirupartig gleitet der Wein über die Zunge. Er ist von einer fast unnatürlichen Dichte, die an Portwein erinnert. Die Aromen des Bouquets spiegeln sich wider: reife, süße dunkle Beeren, Mokka und Schokolade dominieren. Was ihn jedoch von einem likörartigen Getränk unterscheidet, ist die begleitende, oft überraschend frische Säure, die dem massiven Körper eine elegante Balance verleiht.

Das Tannin ist bei einem guten Exemplar noch vollkommen präsent, oft als "kernig" (chewy) beschrieben, aber von großer Noblesse. Das Finale ist extrem lang, mit einem ausgeprägten Nachhall von Kaffeesatz und einem Anflug von Bitterkeit, der die Tiefe des Weins unterstreicht. Ein Kritiker beschrieb das Mundgefühl treffend als ein widersprüchliches, aber wundervolles Paradox: eine altweinartige Viskosität, gepaart mit einer sensationellen, fast unwirklichen Leichtigkeit des Trinkflusses.


📝 Die Noten der Weinkoryphäen im Vergleich

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten, auf Authentizität geprüften Bewertungen zusammen und zeigt eindrucksvoll, wie selbst unter Experten die Wahrnehmung dieses facettenreichen Weins variiert:

Kritiker / QuelleBewertungDatum der BewertungAnmerkungen (Vandermeulen-spezifisch)
Robert Parker1002004Im Kontext der Vandermeulen-Füllung beschreibt Parker einen Wein von "unfassbarer Dichte", der sich "eher wie Portwein als trockener Rotwein" präsentiert.
Vinous (A. Galloni)962016Eine ungewöhnlich dichte Textur mit prägnanten Aromen von Pflaume, Mokka und Lakritze. Galloni merkt jedoch an, dass der Wein seiner Meinung nach bereits über seinen Höhepunkt hinaus ist.
The Wine Cellar Insider95Bemerkt eine herausragende Konzentration und Tiefe am Gaumen, kritisiert jedoch einen im Vergleich zu anderen 1947ern etwas kurzen Abgang.
Michael Broadbent4** (von 5)1995Bescheinigt Vandermeulen-Flaschen eine tiefe, fruchtbetonte Nase und einen reichen Gaumen, der jedoch von einer "abgeschwächten, leicht säuerlichen Note" am Ende begleitet wird.
Decanter96-100VariierendDie Expertise stellt klar, dass selbst in dieser Legende die Vandermeulen-Füllung stilistisch von der klassischen Château-Abfüllung abweicht. Erstere sei weniger opulent und "portig", sondern wirke eher "wie ein großer Médoc".
Tastingbook85-952010-2017Die große Spannbreite der hier gesammelten Nutzerbewertungen (85-95 Punkte) spiegelt perfekt das Problem der mangelhaften Authentizität vieler Flaschen wider.

🍽️ Die perfekte Begleitung

Ein Wein von solcher Macht und Exotik erfordert eine ebenso durchdachte kulinarische Untermalung:

  • Geflügel & Wild: Gebratene Taube, junge Ente, Perlhuhn oder ein zartes Kalbsschnitzel.

  • Käse: Reifer, cremiger Brillat-Savarin oder nussiger, gereifter Mimolette Hartkäse.

  • Temperatur: Servieren Sie ihn bei etwa 16-17 Grad Celsius.


🎁 & 💎 Das aktuelle Trinkfenster und ein kalkuliertes Risiko

Die offenen Fenster der Zeit schließen sich langsam. Während einige Quellen ein Trinkfenster bis 2035 angeben, raten die meisten Experten aufgrund der bereits beobachtbaren Abnahme in manchen Flaschen zum Genuss in den nächsten Jahren. Ein Zuwarten ist ein Risiko.

Die Preise für diesen seltenen Tropfen sind atemberaubend und schwanken stark:

  • Standardflasche (750 ml): Preislich liegt eine Vandermeulen-Flasche je nach Zustand bei etwa 4.750 €, während eine Château-Abfüllung schnell über 13.900 € kosten kann.

  • Magnumflasche (1,5 l): Eine Magnum-Flasche wurde bei einer Auktion für beachtliche 40.000 $ versteigert.

  • Die Imperialflasche (6 l): Eine der letzten sechs-Liter-Flaschen erzielte bei Christie's in Genf den atemberaubenden Preis von £192.000 (ca. $304.375).


💎 Fazit: Eine monumentale Legende zwischen Genuss und Gefahr

Der Château Cheval Blanc 1947 – Abfüllung Vandermeulen ist weit mehr als nur ein Wein. Er ist ein faszinierendes Zeitdokument, das die dünne Linie zwischen meisterhafter Kreation und glücklichem Zufuch zelebriert. Er ist die Verkörperung eines widerborstigen Genies, das alle Regeln bricht und dennoch Jahrzehnte überdauert.

Dennoch ist der Erwerb einer Flasche ein Abenteuer. Die Versuchung, diesem Mythos nachzujagen, ist groß, aber die Gefahr, auf eine Fälschung hereinzufallen, ist es ebenso. Dies unterstreicht eine wichtige Lehre: Die Herkunft und Lagerung einer Flasche sind bei diesem Modell noch entscheidender als bei jedem anderen Wein.

Ein perfektes Exemplar dieses Weins zu öffnen, bedeutet, einen der größten Weine der Welt zu erleben. Eine Enttäuschung zu erleben, ist das Risiko, das man bei dieser Jagd nach einer Legende in Kauf nehmen muss.

Eine der 47er Weinlegenden ist Cheval Blanc. Seit Anfang der 50er Jahre ist dieser Wein voll trinkbar und sorgte seitdem mit seiner üppigen, portigen Art immer wieder für Aufsehen. Leider gibt es inzwischen nicht nur zuviel weit gereiste Flaschen und massenweise Fälschungen. Dazu fängt Cheval Blanc in allen Flaschen, die nicht bestens über lange Zeit in EINEM Keller gelagert wurden, an zu schwächeln. Meine schönsten Flaschen waren 1992 eine Vandermeulen-Abfüllung - unglaublich tiefe, kräftige Farbe, die eher an einen 82er als an einen 45 Jahre alten Wein erinnerte. Dick, fleischig, an Port erinnernd, sehr lang und nochmal eine Klasse besser als der schon mit Bestnote bewertete 47er Margaux 100/100 - und 1993 eine perfekte Chateau-Abfüllung auf unserer Jahrhundertprobe. Danach kamen zahlreiche Magnums, für die mir einfach der Glaube fehlt, bis auf eine 1997 auf einer großen Probe zum 50. eines Weinfreundes, verhaltene Nase, wie meine VDM´s am Gaumen portig, sehr kräftige Farbe, dicht, konzentriert, nicht die Klasse früherer Cheval 47er, aber sicher ehrlicher - 96/100. Auch in den sonst sehr zuverlässigen Vandermeulen-Versionen ist Cheval Blanc inzwischen nicht immer mehr das, was er mal war. Bevor Sie also für viel Geld vergeblich einem Mythos hinterherlaufen: Cheval Blanc nur noch in wirklich sehr gutem Zustand aus einwandfreier Herkunft kaufen. Wie schön, wenn dann wie 2006 in der großen Cheval Blanc Probe auf der Stromburg die Ausnahme die Regel bestätigt. einer perfekten Vandermeulen-Abfüllung, die keinerlei Schwäche zeigte. Das war ein unglaublicher Weinriese, perfekt gereift und auf dem Punkt mit Kaffee pur, unendlicher, seidiger Eleganz, druckvoller Aromatik und irrer Länge am Gaumen. Egal, mit welchen Superlativen man ihn auch beschreibt, diesem grandiosen Erlebnis kann man mit Worten kaum gerecht werden. Natürlich locker 100/100, ich hätte nicht gedacht, dass ich 47 Cheval Blanc in dieser Form noch mal erleben darf. Und dann setzte 2007 eine perfekte Chateau-Abfüllung noch mal eins drauf. Seit über 25 Jahren im Müllerschen Keller. Immer noch eine undurchdringliche Mörderfarbe. In der Nase feinster Portwein, etwas Minze, Tee, Kräuter, Fülle, ein irres Nasenspiel, auch am Gaumen portig ohne Ende, sehr süß, unglaublich intensiv, kraftvoll, am Gaumen gar nicht mehr aufhörend. Es fällt schwer, dieses Monument mit den richtigen Worten zu beschreiben. Aber in der Form, wie sich diese Chateau-Abfüllung hier präsentierte, ist das einer, wenn nicht der Höhepunkt im Leben eines Weintrinkers – 100/100 ohne wenn und aber. Im Sommer 2007 dann eine nicht näher identifizierbare, belgische Händlerabfüllung. Die kam mit der Chateau-Abfüllung, wie ich sie noch 4 Monaten vorher bei Jörg Müller genießen durfte, nicht mit. Das war hier ein kompletter, großer Wein, der aber sehr medoc-ähnlich wirkte und dem die portige Fülle und hedonistische Dekadenz der Chateau-Abfüllung fehlte – 96/100. Im Herbst 2007 auf einer großen Probe dann leider eine offensichtlich gefälschte Magnum und zwei recht dubiose Vandermeulen-Flaschen. Zuletzt 2008 auf René Gabriels großer Cheval-Probe eine authentische, unsterblich schöne Flasche, 100/100 ohne wenn und aber (Quelle: wineterminator.com Dr. Becker).
Jahrgang Jahrgang: 1947
Farbe Farbe: rot
Erzeuger Erzeuger: Château Cheval Blanc
Land Land: Frankreich
Produktart Produktart: Wein
Weinart Weinart: Rotwein
Region Region: Bordeaux
Geschmack Geschmack: trocken
Rebsorte Rebsorte: Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot
Alkohol Alkohol: 14
Füllmenge Füllmenge: 750 ml

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Allergene: Sulfite

Abfüller: Erzeuger