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Produktinformationen

Château Pétrus 1950 – Ein ausführlicher Bericht

Einleitung und Legende

Der Château Pétrus 1950 ist zweifellos einer der legendärsten Jahrgänge aus dem Hause Pétrus. Er gilt unter Experten als ein "Denkmal" der Weinkunst und hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt. Der Weinkritiker Robert Parker, der diesen Jahrgang mehrfach mit nahezu der Höchstpunktzahl bewertete, beschreibt ihn als einen Wein, der "noch jung" wirkt, mit einer "massiven Struktur" und einer "spektakulären Farbsättigung". In einem bemerkenswerten Zustand, der mehr als ein halbes Jahrhundert nach seiner Abfüllung immer noch Anzeichen von Jugend zeigt, wird dieser Wein oft als "unsterblich" bezeichnet.

Geschichte des Weinguts

Château Pétrus hat sich aus bescheidenen Anfängen zu einem der begehrtesten und teuersten Weingüter der Welt entwickelt.

Die Anfänge und der Aufstieg

Die erste schriftliche Erwähnung des Weinguts findet sich im Jahr 1837, als es sich im Besitz der Familie Arnaud befand. Bereits 1878 errang Pétrus bei der Pariser Weltausstellung eine Goldmedaille, was den Wein erstmals über die Grenzen Pomerols hinaus bekannt machte.

Ein entscheidender Wendepunkt war der Kauf des Weinguts durch Madame Edmond Loubat, die ab 1925 begann, Anteile zu erwerben und es bis 1945 vollständig übernahm. Sie war es, die das immense Potenzial des Terroirs erkannte und Pétrus auf eine Stufe mit den großen Bordeaux-Weinen hob. 1943 begann die Zusammenarbeit mit Jean-Pierre Moueix, der als alleiniger Vertriebsagent das Weingut in den USA einführte und schließlich die Anteile übernahm. Heute wird das Weingut von der Familie Moueix geführt.

Das Terroir – das unverwechselbare Geheimnis

Das Geheimnis von Pétrus liegt in seinem einzigartigen Terroir: einem 11,4 Hektar großen Weinberg auf dem höchsten Plateau von Pomerol, der fast ausschließlich aus schwerer, blauer Tonerde besteht. Diese besondere Bodenbeschaffenheit ist ideal für die Merlot-Rebe und verleiht dem Wein seine unvergleichliche Fülle, Tiefe und Komplexität.

Besonderheiten der Weinbereitung

Pétrus wird fast ausschließlich aus Merlot gekeltert. Die Trauben werden per Hand gelesen, und zwar nur am Nachmittag, um den Morgentau verdunsten zu lassen. Die Gärung erfolgt in Zementtanks, und der Wein reift für 22-28 Monate in 100 % neuen Eichenfässern. Vor der Abfüllung wird er nicht filtriert, um seine Struktur und sein enormes Alterungspotenzial zu bewahren.

Der Jahrgang 1950 im Detail

Jahrgangscharakteristik

Der Jahrgang 1950 war ein außergewöhnlicher Jahrgang in Bordeaux, der sowohl Quantität als auch Qualität bot. Für Pétrus markiert dieser Jahrgang einen absoluten Höhepunkt. Robert Parker bezeichnete ihn als "spektakulär" und stellte ihn auf eine Stufe mit anderen legendären Jahrgängen. Obwohl die 1950er Jahre wirtschaftlich schwierig waren, zeigten die Spitzenweine dieser Ära eine bemerkenswerte Langlebigkeit und Qualität.

Weinbeschreibung

Auge: Der Wein zeigt auch nach über 60 Jahren noch eine überraschend dunkle, rubin-granatrote Farbe mit ockerfarbenen Reflexen und einer leichten Aufhellung am Rand. Seine Farbsättigung wird als "spektakulär" beschrieben.

Nase: Das Bukett ist außergewöhnlich komplex und entwickelt. Es werden Noten von Sahne, Kastanien, Schokolade (Stollwerck), überreifen Pflaumen, Leder, Trüffel, Lakritz, Maulbeeren und sogar eine leichte Minznote genannt.

Gaumen: Am Gaumen ist der Wein vollmundig und konzentriert, mit einer fast portweinähnlichen Dichte. Die Tannine sind süß und reif, fühlen sich angenehm auf der Zunge an und sind mittlerweile vollständig integriert. Die Textur wird oft als samtig (velvety) beschrieben. Er zeigt eine unglaubliche Fülle, eine reine Frucht und einen langen, zarten Abgang.

Trinkreife und Lagerung

Der Château Pétrus 1950 ist ein Paradebeispiel für die außergewöhnliche Langlebigkeit der großen Weine von Pétrus. Er erreichte seine Trinkreife nach etwa 15-45 Jahren und befindet sich nun auf seinem Höhepunkt bzw. kurz davor. Robert Parker gab für diesen Wein ursprünglich ein Trinkfenster von 1994 bis 2024 an.

Die optimale Trinktemperatur liegt bei 16-18 °C. Von einem Dekantieren wird bei diesem sehr alten Wein abgeraten oder es sollte mit großer Vorsicht geschehen, da er sehr empfindlich auf Sauerstoff reagieren kann. Stattdessen wird empfohlen, die Flasche einige Stunden vor dem Genuss zu öffnen und den Wein langsam im Glas atmen zu lassen.

Bewertungen im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die herausragenden Bewertungen für den Château Pétrus 1950 zusammen:

Kritiker / QuelleBewertungKommentar / Quelle
Robert Parker (Wine Advocate)99/100Der Kritiker schrieb nach drei Proben mit konsistenten Notizen von einem "außergewöhnlichen" Wein, der noch jung, massiv und reichhaltig wirke.
Falstaff97/100Die Verkostungsnote aus dem Jahr 2016 hebt die fast portweinähnliche Konzentration und das unglaubliche Gewicht hervor.
Tastingbook97/100Dies ist der algorithmische Durchschnittswert aus professionellen und Community-Bewertungen.
Wine-Searcher97/100Dieser Durchschnittswert basiert auf drei Kritikerbewertungen.
CellarTracker (Community)95,5/100Dieser Wert basiert auf 12 Community-Bewertungen, die durchweg eine hohe Qualität bestätigen.

Preis und Marktverfügbarkeit

Der Château Pétrus 1950 ist eine Rarität und wird fast ausschließlich auf Auktionen oder über spezialisierte Händler gehandelt. Der Preis variiert stark je nach Erhaltungszustand, Provenienz und Flaschengröße:

  • 750 ml Flasche: Die Preise bewegen sich je nach Quelle und Zustand zwischen 3.000 € und über 8.000 €.

    • So erzielte beispielsweise eine Flasche beim Dorotheum im Jahr 2022 einen Preis von 4.600 € (Schätzwert lag bei 6.600 €).

    • Auf iDealwine wurde eine Flasche für 3.850 € angeboten.

    • Der durchschnittliche Preis laut Wine-Searcher liegt bei etwa 7.428 $ (exkl. Steuern).

  • Magnum (1,5 l): Eine Magnum-Flasche wurde bei Christie's für 19.600 $ versteigert (Schätzwert 8.000 - 12.000 $).

Das Sammlerstück

Eine Flasche Château Pétrus 1950 ist weit mehr als ein Wein – sie ist ein echtes Sammlerstück. Sie repräsentiert einen der großartigsten Jahrgänge eines der prestigeträchtigsten Weingüter der Welt. Die Gründe dafür sind:

  1. Absolute Rarität: Der Jahrgang ist extrem selten und wird von Sammlern weltweit gesucht.

  2. Herausragende Bewertungen: Mit 99 Parker-Punkten und anderen Höchstbewertungen zählt er zu den am besten bewerteten Weinen des 20. Jahrhunderts.

  3. Legendenstatus: Der Wein hat den Aufstieg von Pétrus zur absoluten Weltklasse miterlebt und ist ein Zeugnis dieser Ära.

  4. Perfekter Reifezustand: Eine richtig gelagerte Flasche bietet heute ein unvergessliches Geschmackserlebnis auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung.

Servier- und Kombinationsvorschläge

Optimale Servierbedingungen

  • Serviertemperatur: 16-18 °C

  • Dekantieren: Wird bei diesem Alter generell nicht empfohlen. Öffnen Sie die Flasche einige Stunden vor dem Genuss und lassen Sie den Wein vorsichtig im Glas atmen.

Perfekte Speisenbegleitung

Die Komplexität und Fülle des Pétrus 1950 verlangt nach einer ebenso anspruchsvollen, herzhaften kulinarischen Begleitung. Empfohlen werden Gerichte wie:

  • Rindfleisch und Wild: Klassische Kombinationen wie Roastbeef, Filetsteak oder Hirschkeule.

  • Kräuter-Krustenbraten: Insbesondere mit Prime Rib, wie auf Tastingbook empfohlen.

  • Geflügel und Lamm: Reife Rotweine aus Pomerol passen hervorragend zu geröstetem Lamm oder Ente.

Fazit

Der Château Pétrus 1950 ist nicht nur ein herausragender Wein, sondern ein lebendiges Stück Weinbaugeschichte. Er ist ein leuchtendes Beispiel für die außergewöhnliche Qualität, die dieser Jahrgang in Pomerol hervorbringen konnte. Mit seiner fast portweinähnlichen Konzentration, seiner enormen Fülle und seiner bemerkenswerten Langlebigkeit stellt er einen der Höhepunkte des Bordeaux-Weinbaus dar und wird jedem Sammler, der das Glück hat, ihn zu verkosten, ein unvergessliches Erlebnis bieten.



Chateau Petrus ist der Lieblingswein der Reichen und Schönen dieser Welt. Der vorzeige Pomerol Wein liegt in der Nähe von Libourne im Weinanbaugebiet Bordeaux. Allerdings unterscheiden sich die Pomerol Weine deutlich von den 1er Cru Classé Gewächsen des linken Ufers wie Chateau Lafite Rothschild, Chateau Latour, Chateau Margaux, Chateau Mouton Rothschild und Chateau Haut Brion aus Graves. Chateau Petrus ist ein recht kleines Weingut mit nur 11,50 Hektar Weinanbaufläche. Dies ist bestückt mit ca. 95 Prozent Merlot und nur 5 Prozent Cabernet Franc. Dieser Sachverhalt ist zudem der Hauptunterschied zu den oben genannten Weingütern, der hohe Merlot Anteil ist typisch für Chateau Petrus und die weiteren Weingüter aus dem Pomerol. Das Pomerol Gebiet ist 30km nördlich von Bordeaux gelegen und erfuhr erst Anfang des 20. Jahrhunderts seinen bis heute stetigen und unaufhaltsamen Aufstieg. Östlich von Pomerol schließt sich das sehr bekannte Anbaugebiet Saint-Émilion dem Pomerol an. In den Jahren vor der sogenannten Entdeckung der Pomerolweine kannte man die glangvollen Namen wie Chateau Petrus oder Chateau Le Pin nur unter Insidern. Die Besitztümer können auch im Unterschied zu der Weingütern des linken Ufers nicht mit prunkvollen Schlössern und Anwesen herhalten, oftmals findet der Weinkenner bei einem Besuch ganz normale Häuser oder Landwirtschaftsbetriebe, so auch bei Chateau Petrus. Die besten Weine des Pomerol entstehen auf den höchsten Stellen des Plateaus weil dort die Erde aus Kies und Lehm besteht. Chateau Petrus hat ebendiese Bodenzusammensetzung. Die Weine des Pomerol haben keine eigene Klassifizierung. Chateau Petrus erhielt bei der Weltausstellung in Paris im Jahre 1878, bei der auch die Klassifizierung des Bordelais bekannt gegeben wurde, lediglich eine Goldmedaille. Der Stern des Chateau Petrus ging mit dem Jahrgang 1945 auf. Dieser gilt noch heute neben dem 1945er Chateau Mouton Rothschild als Jahrhundertwein. Im Jahr 1925 gingen die Besitztümer des Chateau Petrus in Teilen an Madame Edmond Loubat. 1949 konnte die umtriebige Dame dann alle Anteile an Chateau Petrus erwerben und das Gut ihr Eigen nennen. Damals war Chateau Petrus aber im Vergleich zu heute noch kleiner, es umfasste nur ca. 6,50 Hektar. Ebenfalls in diesem Jahr übernahm Jean-Pierre Moueix den Vertrieb der Weine von Chateau Petrus und konnte nach dem Tode von Mme Loubat im Jahre 1961 auch ein Drittel der Anteile kaufen. Heute befindet sich Chateau Petrus im Besitz der Moueix Familie, lange angeführt von einem umtriebigen Weinkenner und Geschäftsmann Namens Jean-Pierre Moueix (1882-1957). Ihm gehören neben Chateau Petrus auch Chateau Trotanoy, Chateau Lafleur-Pétrus und Chateau Lagrange sowie in Saint-Émilion Château Magdelaine. Allerdings ist Chateau Petrus sein Vorzeigegut mit der besten Reputation und den höchstbewerteten Weinen. Die Jahresproduktion auf Chateau Petrus liegt meist nur bei etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen, was eine Zuteilung bei der Subskription fast unmöglich macht. Gerade die russischen Ölmagnaten sowie die asiatischen Geschäftsleute zahlen fast jeden Preis für einen echten Chateau Petrus. Ältere Jahrgänge des Chateau Petrus sind daher noch schwieriger zu bekommen und werden gehütet wie der eigene Augapfel. Es gibt wohl nur noch einen ähnlich teuren Wein wie Chateau Petrus, dies ist die Burgunderlegende Domaine Romanee Conti aus Vosne-Romanée.
Jahrgang Jahrgang: 1950
Farbe Farbe: rot
Erzeuger Erzeuger: Château Pétrus
Land Land: Frankreich
Produktart Produktart: Wein
Weinart Weinart: Rotwein
Region Region: Bordeaux
Geschmack Geschmack: trocken
Rebsorte Rebsorte: Merlot
Alkohol Alkohol: 14
Füllmenge Füllmenge: 750 ml

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Allergene: Sulfite

Abfüller: Erzeuger