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Produktinformationen

Château Mouton Rothschild 1966 – Ein klassischer Bordeaux von bemerkenswerter Eleganz und Reife

1. Einleitung

Der 1966er Château Mouton Rothschild ist ein Grand Vin aus der renommierten Appellation Pauillac im Médoc, der als einer der klassischsten und ausdrucksstärksten Weine seines Jahrgangs gilt. Dies ist auch ein Wein von historischer Bedeutung, denn er stammt aus der Zeit kurz vor der entscheidenden Aufwertung zum Premier Cru im Jahr 1973, für die sich Baron Philippe de Rothschild jahrzehntelang eingesetzt hatte. Von Kritikern als einer der intellektuellsten Moutons beschrieben, zeigt er bis heute eine komplexe Balance aus Kraft und Finesse.

2. Weinberg und Jahrgang

Das Weingut Château Mouton Rothschild bewirtschaftet in Pauillac etwa 82 bis 90 Hektar Rebfläche. Der Untergrund ist für die Appellation typisch: tiefgründige Kieselschichten über einem Kalksteinfundament, die für eine hervorragende Drainage und Wärmespeicherung sorgen.

Das Bordeaux-Jahr 1966 war für die Region insgesamt ein sehr gutes Jahr, das klassische und elegante Weine hervorbrachte. Trotz ungünstigen Regens im späten Juni und Juli verbesserte sich das Wetter im August, die Böden trockneten aus, und die Trauben konnten unter nahezu perfekten Bedingungen geerntet werden. Dieser Jahrgang gilt als weniger üppig, aber von großer Geradlinigkeit und Frische.

3. Rebsorte und Ausbau

Der Wein wird aus einer klassischen Bordeaux-Cuvée komponiert. Die genauen Anteile können leicht variieren, die typische Zusammensetzung für diesen Jahrgang liegt etwa bei:

  • 77-79% Cabernet Sauvignon: Die dominierende Sorte, die dem Wein Struktur, Tannin und Aromen von Cassis verleiht.

  • 12-18% Merlot: Sorgt für Fülle, Weichheit und Fruchtaromen.

  • 3-9% Cabernet Franc: Bringt Würze und florale Noten ein.

  • 1-2% Petit Verdot: Steuert Tiefe, Farbe und Tannin bei.

Das Durchschnittsalter der Reben im Weingut beträgt etwa 50 Jahre. Der Ausbau des Weins erfolgte für etwa 20 Monate in neuen französischen Eichenfässern, was ihm komplexe Würze und Struktur verleiht.

4. Sensorisches Profil und Trinkreife

Der 1966er Mouton Rothschild präsentiert sich auch nach mehr als einem halben Jahrhundert in einer bemerkenswert guten Verfassung. Allgemein wird empfohlen, die verbleibenden Flaschen in den nächsten Jahren zu genießen. Im Glas zeigt er sich in einem dunklen Granatrot mit einem zarten, helleren Rand.

  • In der Nase: Das Bouquet ist komplex und klassisch, geprägt von Noten reifer schwarzer Johannisbeeren, Tabak, Zedernholz, Gewürzen und Kaffee. Dazu gesellen sich feine Anklänge an Pflaumen, Walderdbeeren, Leder und manchmal eine leicht pfeffrige oder minzige Note.

  • Am Gaumen: Der Wein ist von mittlerem bis vollem Körper mit einer lebendigen Säure, die ihm Frische verleiht. Die Tannine sind reif und geschmeidig geworden, aber immer noch spürbar, was dem Wein einen trockenen, etwas strengen Charakter verleiht. Dies verleiht ihm einen als "intellektuell" beschriebenen Stil. Das Finale ist komplex, ausgewogen und von beeindruckender Länge. Einige Tester bemerkten, dass er im Vergleich zu anderen großen Mouton-Jahrgängen (z. B. 1961 oder 1982) etwas an Fülle und Lebendigkeit eingebüßt hat, dafür aber eine subtile, elegante Reife zeigt.

5. Bewertungen und Marktlage

Die Bewertungen für diesen Wein sind konsistent positiv, auch wenn die Höchstnoten ausbleiben. Die Zusammenfassung der wichtigsten Bewertungen:

KritikerBewertungKontext / Jahr der Verkostung
Robert Parker (Wine Advocate)90/1001998, 3. Auflage des Bordeaux-Buchs
Falstaff88/100Verkostung von 2006
Cellar Tracker92/100Durchschnittswert der Community
John Gilman91/1002008
Tastingbook (Algorithmus)94/100Auswertung mehrerer Quellen
Jancis Robinson15.5/20(Keine Jahresangabe)

Der Wein wird auf dem Markt zwischen etwa 690 € und über 900 € gehandelt, wobei der Preis stark vom Zustand der Flasche (Füllhöhe, Etikett) abhängt. Eine 0,75-l-Flasche wurde 2022 bei Dorotheum für 560 € versteigert. Die Preisspanne ist also breit.

6. Die Etikettenkunst (von Pierre Alechinsky)

Wie jeder Jahrgang seit 1945 ziert auch den 1966er Mouton Rothschild ein eigens dafür geschaffenes Kunstwerk. Der Künstler war der belgische Maler, Zeichner und Dichter Pierre Alechinsky (geb. 1927). Alechinsky war ein Mitbegründer der Künstlergruppe Cobra, die sich für einen barocken Expressionismus einsetzte und die Grenzen zwischen Abstraktion und Figuration überwinden wollte.

Für das Etikett des 1966er Moutons schuf er eine kraftvolle und zugleich humorvolle Allegorie: den „Ram-Drinker“ („Widder-Trinker“). Diese groteske, aber lebendige Figur scheint förmlich aus der Flasche zu springen. Das Bild passt perfekt zum Namen des Weinguts: "Mouton" ist das französische Wort für Schaf.

7. Fazit

Der Château Mouton Rothschild 1966 ist ein Paradebeispiel für einen klassischen, eleganten Bordeaux aus einem sehr guten, aber nicht herausragenden Jahrgang. Er zeigt die charakteristische Kraft und Struktur von Cabernet Sauvignon, gepaart mit einer wachsenden, vielschichtigen Komplexität und einer beeindruckenden Langlebigkeit. Obwohl er im direkten Vergleich mit den legendärsten Jahrgängen des Gutes (wie 1945, 1959 oder 1982) als weniger opulent und etwas streng gilt, ist er für Liebhaber reifer Bordeaux ein Wein von großer Klasse, der sich in seiner besten Phase befindet und noch einige Jahre Freude bereiten wird. Seine Verbindung mit der Kunst von Pierre Alechinsky auf dem Etikett macht ihn zudem zu einem begehrten Sammlerobjekt.

Jahrgang Jahrgang: 1966
Farbe Farbe: rot
Erzeuger Erzeuger: Château Mouton Rothschild
Land Land: Frankreich
Produktart Produktart: Wein
Weinart Weinart: Rotwein
Region Region: Bordeaux
Geschmack Geschmack: trocken
Rebsorte Rebsorte: Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot
Alkohol Alkohol: 14
Füllmenge Füllmenge: 750 ml

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Allergene: Sulfite

Abfüller: Erzeuger