Château Lafite Rothschild 1973
495,00 €*
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Füllniveau top shoulder, Kapsel und Etikett gut.
Produktinformationen
Der Jahrgang 1973 ist in der langen und ruhmreichen Geschichte von Château Lafite Rothschild ein besonderes Kapitel. Er steht sinnbildlich für einen schwierigen Jahrgang in Bordeaux, der von den Wetterbedingungen geprägt war und Weine hervorbrachte, die nicht die klassische Tiefe und Komplexität der großen Jahre erreichten . Dennoffenbart gerade dieser Wein, was das Terroir und die Weinmacher von Lafite auch unter herausfordernden Bedingungen zu leisten vermögen.
Dieser Bericht fasst die wichtigsten Informationen und Bewertungen zu diesem historischen Wein zusammen.
Überblick und Charakteristika
Der Château Lafite Rothschild 1973 ist ein Rotwein aus der Appellation Pauillac, dem berühmten Weingebiet im Médoc, Bordeaux. Das Weingut trägt das Prädikat Premier Grand Cru Classé gemäß der Klassifikation von 1855 . Der Wein ist eine Cuvée, die sich typischerweise aus den Rebsorten der Region zusammensetzt: etwa 70% Cabernet Sauvignon, 25% Merlot, sowie kleinere Anteile Cabernet Franc und Petit Verdot . Der Alkoholgehalt wird mit etwa 12% bis 13.5% angegeben .
Die Bewertungen dieses Weins gehen weit auseinander, was bei einem so alten Wein aus einem mittelmäßigen Jahrgang nicht ungewöhnlich ist. Die Punktzahlen reichen von sehr enttäuschenden 72 Punkten (Wine Advocate) über 81 Punkte (Tastingbook) bis hin zu 87 bis 89 Punkten von Weinhändlern und einigen Nutzern . Die Preise für eine Flasche variieren stark je nach Zustand und Herkunft und liegen im Handel zwischen 460 € und 545 € .
Geschmacksprofile: Zwischen Verfall und Eleganz
Die Beschreibungen des Weins sind sehr unterschiedlich und hängen stark von der Lagerung und dem Zustand der einzelnen Flasche ab.
Die positive Perspektive: Überraschend lebendig
Die renommierte Weinkritikerin Jancis Robinson beschrieb den Wein im August 2010 als eine "wunderbar ausgewogene" Rarität. Sie notierte eine attraktive, rubinrote Farbe mit rostfarbenem Rand und eine ätherische Nase. Am Gaumen fand sie eine erfrischende Säure, eine mentholige Frische und eine beeindruckende Länge. Ihr Fazit: ein eleganter, wohlerzogener Wein, der im Glas aufblüht und beweist, dass ein großes Terroir auch in schwierigen Jahren Sensationelles hervorbringen kann . Auch andere Tester bestätigen, dass eine gut erhaltene Flasche durchaus fein, elegant und nicht müde wirken kann .Die kritische Perspektive: Vom Holz überlagert und säurebetont
Andere Verkoster zeichnen ein anderes Bild. Der Wine Spectator beschrieb den Wein 1991 als buttrig und rauchig, wobei der Eindruck mehr vom Holz als von der Traube zu kommen schien – dennoch wurde er als "genießbar" eingestuft . Eine chinesische Verkostungsnotiz bemängelte ebenfalls, dass der Holzgeschmack bereits etwas zu dominant sei und die eigentliche Frucht überdecke .Die Realität alter Flaschen: Oft am Ende
Viele Erfahrungsberichte von Privatpersonen spiegeln die Herausforderungen wider, die eine fast 50-jährige Flasche mit sich bringt. Häufig wird von Problemen mit dem Korken berichtet, der brüchig ist und nur schwer oder in Teilen aus der Flasche kommt .
Der Geschmack kann dann stark enttäuschen: Anstelle von Frucht dominieren Noten von Leder, Tabak und alter, muffiger Kellerluft. Der Wein wird als braune Essig oder sauer beschrieben, mit einem Hauch von erdbeerigen Aromen, die schnell verfliegen und einem unangenehm säuerlichen Abgang weichen . Ein Verkoster fasste es treffend zusammen: "Nicht einer der Jahrgänge zum Altern" .
Historischer Kontext und Bedeutung
Der Jahrgang 1973 ist aus mehreren Gründen in der Bordeaux-Historie verankert. Zum einen waren die Wetterbedingungen schwierig, was zu einer allgemein geringen Qualität führte . Zum anderen ist es das Jahr, in dem das benachbarte Château Mouton Rothschild offiziell von der Zweiten in die Erste Kategorie der Klassifikation erhoben wurde – eine einmalige Ausnahme, die nach jahrzehntelangem Lobbying erreicht wurde.
Für Château Lafite selbst war die Ära um 1973 eine Zeit der Konsolidierung vor der großen Renaissance, die in den späten 1970er Jahren einsetzte . Der Wein von 1973 ist daher weniger ein kulinarisches Meisterwerk als vielmehr ein historisches Dokument und ein Zeugnis der Winzerkunst unter widrigen Umständen .
Zusammenfassung der Bewertungen
Die folgende Tabelle stellt die unterschiedlichen Bewertungen und Eindrücke gegenüber:
Fazit
Der Château Lafite Rothschild 1973 ist ein Wein der Extreme und der Geduld. Er ist kein Wein für ein unvergessliches Geschmackserlebnis im klassischen Sinne, sondern eher ein Sammlerstück und eine historische Kuriosität. Wer eine Flasche besitzt oder ersteigern möchte, muss sich der großen Unsicherheit bewusst sein. Die Lagerung der letzten 50 Jahre ist entscheidend.
Eine Flasche mit perfekter Provenienz, die möglicherweise aus einem kühlen, feuchten Keller stammt, kann durchaus eine faszinierende, wenn auch zarte und elegante Seite von Lafite zeigen – eine lebende Legende, die beweist, dass wahre Größe auch in der Zurückhaltung liegen kann . In vielen anderen Fällen wird der Inhalt jedoch nur mehr eine braune, saure Erinnerung an ein ehemals großes Gewächs sein . Er ist letztlich ein "Denkmal für ein vergangenes Weinbauzeitalter", das von einer anderen Herangehensweise an Wein und Reife erzählt .
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Jahrgang: | 1973 |
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Farbe: | rot |
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Erzeuger: | Château Lafite Rothschild |
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Land: | Frankreich |
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Produktart: | Wein |
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Weinart: | Rotwein |
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Region: | Bordeaux |
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Geschmack: | trocken |
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Rebsorte: | Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot |
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Alkohol: | 14 |
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Füllmenge: | 750 ml |
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Allergene: Sulfite
Abfüller: Erzeuger