Chateau Cheval Blanc 1921Dreimal durfte ich den Cheval Blanc aus wunderbaren Magnums trinken, zuletzt im Mai 1999 auf Willi Krählings großer Cheval Blanc Probe. Ein ungemein dichter, kräftiger Wein mit toller Aromatik und schöner Süße. Fast in derselben Liga der Petrus mit sensationellem Bouquet und intensiver Süße, zuerst 1993 auf Walter Eigensatz Petrus-Probe getrunken und danach noch mehrfach in sehr schönen Magnums
(Quelle: wineterminator.com Dr. Becker).Chateau Cheval Blanc 1945
Winespectator WS 95/100: Generous, ripe and chewy, very pretty from start to finish, supple and nicely rounded, glowing with plum, raspberry and spice flavors that remain gentle and elegant. Heady, somehow remaining elevated and elegant throughout.--1945 horizontal.
Nie anfreunden konnte ich mich bisher mit 1945 Cheval Blanc, der immer zuviel flüchtige Säure hatte. Doch auch davon hatten wir diesmal ein sehr gutes Exemplar erwischt. Klar, auch diese Flasche hatte eine kräftige, aber gut eingebundene, tragende Säure. Ein sehr feiner, finessiger Wein, der völlig unverdient zwischen diesen Riesen etwas unterging – 96/100 (Quelle: wineterminator.com Dr. Becker).
Chateau Cheval Blanc 1947Eine der 47er Weinlegenden ist Cheval Blanc. Seit Anfang der 50er Jahre ist dieser Wein voll trinkbar und sorgte seitdem mit seiner üppigen, portigen Art immer wieder für Aufsehen. Leider gibt es inzwischen nicht nur zuviel weit gereiste Flaschen und massenweise Fälschungen. Dazu fängt Cheval Blanc in allen Flaschen, die nicht bestens über lange Zeit in EINEM Keller gelagert wurden, an zu schwächeln. Meine schönsten Flaschen waren 1992 eine Vandermeulen-Abfüllung - unglaublich tiefe, kräftige Farbe, die eher an einen 82er als an einen 45 Jahre alten Wein erinnerte. Dick, fleischig, an Port erinnernd, sehr lang und nochmal eine Klasse besser als der schon mit Bestnote bewertete 47er Margaux 100/100 - und 1993 eine perfekte Chateau-Abfüllung auf unserer Jahrhundertprobe. Danach kamen zahlreiche Magnums, für die mir einfach der Glaube fehlt, bis auf eine 1997 auf einer großen Probe zum 50. eines Weinfreundes, verhaltene Nase, wie meine VDM´s am Gaumen portig, sehr kräftige Farbe, dicht, konzentriert, nicht die Klasse früherer Cheval 47er, aber sicher ehrlicher - 96/100.
(Quelle: wineterminator.com Dr. Becker)Chateau Cheval Blanc 1953Riesengroß auch Cheval Blanc. Schon häufig aus diversen Flaschenformaten und von den unterschiedlichsten Abfüllern mit großer Begeisterung getrunken. 2000 setzte eine halbe Flasche(!) auf den 55er noch mal leicht wieder einen drauf und wirkte insgesamt noch jünger, Cheval Blanc in Perfektion, Wahnsinn – 99/100. 2003 habe ich in einer Probe 3 verschiedene Cheval-Blanc Abfüllungen gegeneinander gestellt. Zu Anfang war Dalamier der größte, doch mit der Zeit kam die Chateaux-Abfüllung immer besser, Vandermeulen die ewige #2 auf sehr hohem Niveau, leicht exotisch wirkend, alle 3 ganz große Weine. Zuletzt 2006 aus der 1/2 Flasche mit nicht perfekter „us“ Füllhöhe, die ich mich nicht traute, zu dekantieren. Also aufgemacht und rein ins Glas. Das brachte uns fast um das große Cheval Blanc Vergnügen. Da kam ein kräftiger, unbändiger Wein mit dichter, junger Farbe ins Glas, außer einem deutlichen Muffton in der Nase verschlossen. Auch am Gaumen sang er nicht. Das änderte sich erst nach einiger Zeit. Der Wein baute unglaublich im Glas aus, entwickelte die klassische, süchtig machende Cheval Blanc Nase, eine feine Süße und eine tolle, druckvolle Aromatik. Aus 88/100 wurden 92/100, dann 95/100, dann 96/100 und dann war das Glas leer. Es wären wohl noch mehr geworden. Der 53er Cheval Blanc ist ein Wahnsinnswein, immer noch mit unglaublichem Potential
(Quelle: wineterminator.com Dr. Becker)Chateau Cheval Blanc 1961
Ein ganz großes Weinerlebnis kann Cheval Blanc sein. 1997 in einer 61er Probe stand er mit toller Farbe hinter 61 Latour nicht zurück, sehr präsente Tannine, großer Stoff am Anfang seiner Entwicklung, dicht, leicht portig, reichhaltig, in Richtung des außerweltlichen 47ers - 99/100. Auf ähnlichem Niveau auch 1999 auf Willi Krählings großer Cheval Blanc Probe. Hier aus der Magnum sogar noch jünger wirkend. Ohne Frage also ein Wein mit großer Zukunft – wenn die Flasche ok ist (Quelle: wineterminator.com Dr. Becker).
Chateau Cheval Blanc 1959Fasziniert bin ich immer wieder davon, mit welcher Leichtigkeit Cheval Blanc altert. Gut, auch hier gibt es schlecht gelagerte und misshandelte Flaschen. Aber wer mit seinen Chevals pfleglich umgeht, der hat extrem lange Spass daran. Bestes Beispiel hierfür waren zwei in Belgien erworbene halbe Flaschen. Das waren beides 1995 und 97 große Weine mit viel Kraft und wunderschöner Süße – 96/100. Sensationell dann der Wein 1999 auf Willi Krählings großer Cheval Blanc Probe, Powerfarbe, Kaffeetöne, aber auch kräftige Säure, kandierte Süße (Crême Brulée), ein Wein zum Kauen, der am Gaumen kaum aufhö t – 98/100. Meine bisher beste Flasche dann 2006 auf der großen Cheval Blanc Probe auf der Stromburg. Cheval Blanc wie aus dem Bilderbuch, sehr fein mit malziger Süße. Dabei diese unglaubliche Eleganz und Finesse, ein verrückter, einmaliger Wein, der am Gaumen gar nicht mehr aufhört – 100/100 (Quelle: wineterminator.com Dr. Becker)
Chateau Cheval Blanc 1982Als einer der Superstars galt mal Cheval Blanc. Ich habe diesen Wein sicher gut 2 Dutzend mal trinken dürfen. Dabei habe ich ihn euphorisch auf klaren 100/100 ebenso erlebt, wie auch verschlossen. Leider mehrfach auch in eindeutig gefälschten Flaschen, in denen alles war, nur kein Cheval Blanc. Große Vorsicht ist deshalb beim Nachkauf angesagt! Groß war der Cheval Blanc Ende der 80er, Anfang der Neunziger. Dann begann er sich zu verschließen. 1993 auf der Gigantenprobe im Caveau Riesenenttäuschung, Nase weg, Kraft weg, Opulenz weg. Danach mehrere, weitere Enttäuschungen. 1999 auf Willi Krählings großer Cheval Blanc Probe eine feine, aber noch verdammt jung und verschlossen wirkende Doppelmagnum, an der man aber das gewaltige Potential erkennen konnte. – 95/100. Im selben Jahr in einer 82er Probe aus der 1/1 irre Süße und Extraktdichte, der Wein des Flights, ein Highlight des Abends – 100/100. Auch 2001 dreimal aus sehr rechtzeitig dekantierten Flaschen ein perfektes 100/100 Erlebnis. 2004 wieder etwas verschlossen wirkend. Ich würde(und werde!) dem Cheval Blanc noch ein paar Jahre im Keller gönnen. So kam er 2006 auf der großen Cheval Blanc Probe ganz langsam wieder aus seinem Schneckenhaus heraus. Dabei ist das ein gewaltiges Konzentrat mit süßem Extrakt, praller Frucht, mit einer unglaublichen Dichte, Fülle und Kraft, da waren an diesem Abend 96/100 im Glas. Zuletzt 2007 wieder eine seltsame Flasche, Cheval Blanc war wohl drin, aber sicher kein 82er (Quelle: wineterminator.com Dr. Becker).
Chateau Cheval Blanc 1986Rene Gabriel (Bordeaux Total): „Gewaltiger, männlicher Wein; sehr dichte und reiche Struktur. Die maskuline Struktur dieses fleischigen Weines lassen gewisse Parallelen mit dem Jahrgang 1975 aus dem gleichen Hause zu. Nur ist dieser 86er Cheval bedeutend besser vinifiziert. Auf alle Fälle schätze ich das Potential als gewaltig ein und erst gegen 2005 wird hier eine geniale Genussreife eintreten. Wenn die Farbe dabei ein gewisses Indiz für diese Behauptung sein kann, so stelle ich fest, dass sich diese in den letzten zehn Jahren kaum verändert hat.“
Chateau Cheval Blanc 1989Parker 89 Punkte: Since its bottling, the 1989 has frequently been disappointing. In this tasting, it showed better than it has over the last several years. The 1989 is not a great effort for this chateau. The color is already revealing an amber edge, and the lead pencil, cedar, spicy, black fruit, and vanillin-scented nose is more reminiscent of a young Lafite, than the exotic style associated with Cheval Blanc in a hot, dry, ripe year. This medium weight, lightly tannic wine is very approachable.